Vernetzung in der Krise: DocChat ab sofort für Apotheken kostenlos

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Berlin - Krisen bringen es oft mit sich, dass sich in ihrem Windschatten der technische Fortschritt etablieren kann. Dass derzeit so viele Menschen gewollt oder ungewollt in Isolation bleiben, stellt auch Verwaltungen, Unternehmen und nicht zuletzt das Gesundheitswesen vor große Probleme: Es ist die Zeit von Home Office, Chatgruppen und Videokonferenzen. Die Verwaltung der  Stadt Königstein im Taunus setzt dabei auf den IT-Anbieter Pulse Innovation. Der soll mit seiner Lösung Verwaltung, Apotheken und Ärzte vernetzen – und bietet sie nun kostenlos an.

Die deutsche Verwaltung ist nicht für ihre Dynamik bekannt. „In Rathäusern ist ja keiner so modern aufgestellt, dass die Home Office machen können. Wenn die weggeschickt werden, sitzen sie zuhause und müssen Däumchen drehen“, erklärt Pulse-Geschäftsführer Dirk Götze. Das stelle die Beteiligten vor ungeahnte Probleme, denn in Krisenzeiten muss auch die regionale Gesundheitsversorgung koordiniert werden und darauf sind viele Verwaltungen offenbar nur unzureichend vorbereitet. „Unsere Stadt hat nicht mal eine Übersicht, welche Apotheken es gibt und wer die Ansprechpartner sind“, so Götze.

Nun überschlagen sich die Ereignisse aber „und alle müssen up to date gehalten werden“, so Götze. „E-Mail und Fax sind in der aktuellen Lage sicherlich nicht das richtige Kommunikationsmittel und nur eine absolute Notlösung.“ Whatsapp wiederum sei unter Gesichtspunkten der DSGVO nicht ausreichend. Jede Stadt und jede Gemeinde brauche einen Überblick über alle lokalen Ansprechpartner und Kontaktdaten von Ärzten, Apotheken, Kliniken, Pflegediensten, um im Notfall agieren, koordinieren und unterstützen zu können. „Dies ist ebenfalls oftmals noch nicht der Fall. Es muss deshalb eine Lösung geben, die die Kommunikation und Abstimmung zwischen all diesen Gruppen sicherstellen kann.“

Deshalb haben Götze und Kay Klindwort, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter von Pulse, beschlossen, ihr Paket kostenlos zur Verfügung zu stellen. „Wir haben gerade die Situation, dass viele nur reagieren, wir müssen aber versuchen, zu agieren“, sagt Götze. „Und sas Einzige, was wir jetzt machen können, ist Leute zu vernetzen.“ Ihre Software sei nicht nur dafür vorgesehen, die Verwaltung mit Gesundheitsdienstleistern zu verbinden, sondern auch Apotheken untereinander sowie mit Ärzten und anderen notwendigen Einrichtungen.

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