Homöopathie: Erfahrung wichtiger als Studien

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Berlin - Für Homöopathie-Anwenderinnen zählen die eigenen Erfahrungen mehr als wissenschaftliche Studien: 72 Prozent der Frauen sind der Meinung, dass positive Erfahrungen ein ausreichender Beleg für die Wirksamkeit eines Arzneimittels sind. Das ist ein Ergebnis einer Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag der Deutschen Homöopathie Union (DHU).

Demnach findet nur eine Minderheit von 24 Prozent der Frauen, die bereits Erfahrung mit Homöopathie gesammelt haben, dass wissenschaftliche Untersuchungen die Wirksamkeit eines Arzneimittels beweisen müssten. Auch in der Gesamtbevölkerung toppt laut der DHU-Umfrage die Erfahrung wissenschaftliche Studien: 52 Prozent der 1000 befragten Erwachsenen genügt sie als Wirksamkeitsbeleg, 39 Prozent wollen wissenschaftliche Untersuchungen sehen.

48 Prozent der Befragten gaben an, schon homöopathische Mittel verwendet zu haben. Bei den Frauen liegt der Anteil bei 60 Prozent, bei Befragten mit Abitur oder Studium bei 63 Prozent. 76 Prozent der Verwender sind zufrieden oder sehr zufrieden – bei den Frauen sind es 81 Prozent.

Kritische Berichte über Homöopathie in den Medien finden 51 Prozent der Befragten hilfreich für Menschen, die noch keine Erfahrung mit der Heilmethode haben. 37 Prozent sind der Meinung, die Kritik sei sachlich. 60 Prozent der Befragten und 69 Prozent der Verwender halten die kritischen Berichte für überzogen.

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