So plant die Sanacorp bis 2023

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Sonstige Erträge
2019 rechnet das Management mit rückläufigen Werbekostenzuschüssen der Industrie (12 Millionen Euro), danach sollen diese wieder proportional zu den Umsätzen steigen. Was die Service- und Dienstleistungsgebühren der Apotheken angeht, hat die neue Gebührenstruktur beim Kooperationskonzept „Meine Apotheke“ bereits 2018 für einen Anstieg gesorgt. Gegenläufig wirkt sich aber der erwartete Rückgang der Teilnehmerzahl aus, sodass konstante Einnahmen von 12 Millionen Euro erwartet werden.

Kosten
Der Personalaufwand soll entsprechend der tariflich vereinbarten Steigerungen pro Jahr um 2,5 Prozent steigen. Die Miet- und Leasingkosten liegen ab diesem Jahr gut ein Viertel höher als bislang; Grund ist der Verkauf der Niederlassung Herne mit anschließender Anmietung. Auch die EDV-Kosten liegen fortan aufgrund neuer Wartungsverträge gut 50 Prozent über dem bisherigen Niveau. Als Sonderaufwendung wird die Sanierung des Vertriebszentrums in Düsseldorf bis 2021 knapp 15 Millionen Euro verschlingen. Insgesamt summieren sich die jährlichen Kosten in den kommenden Jahren auf durchschnittlich 230 Millionen Euro, nach rund 209 Millionen Euro in den vergangenen drei Jahren.

Ergebnis
Das operative Ergebnis (EBITDA) soll in den kommenden drei Jahren relativ konstant bei durchschnittlich 32 Millionen Euro, nach jeweils 30 Millionen Euro von 2016 bis 2018. Nach dem Wegfall der Sonderaufwendung in Düsseldorf soll es einen spürbaren Anstieg auf mehr als 42 Millionen Euro geben. Aufgrund konstanter Abschreibungen ist die Entwicklung auf Ebene des EBIT kongruent.

Im Vergleich zu den direkten Wettbewerbern war die Sanacorp mit einer EBIT-Marge von 0,5 Prozent in den vergangenen drei Jahren eher ertragsschwach. Zum Vergleich: Phoenix und Gehe kommen laut Gutachten auf 1,4 Prozent, Noweda auf 1 Prozent. Nur AHD und die Privatgroßhändler weisen demnach noch schlechtere Margen auf.

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