Großhandel

Fiebig Ebert+Jacobi: Gemeinsam eigenständig

, Uhr
Berlin -

Ab 1. November wird am Standort von Ebert+Jacobi Holdermann in

Baden-Baden nicht mehr kommissioniert, sondern nur noch verblistert. Die 300 Großhandelskunden werden künftig von Leopold Fiebig aus

Rheinstetten betreut. Der Standort in Ludwigshafen mit rund 300 Kunden

wird in ein neues Gemeinschaftsunternehmen von Ebert+Jacobi und Fiebig

eingebracht. Im Interview erklären die Firmenchefs Ralph-D. Schüller und

Andreas Sauer die Hintergründe für diesen Schritt.

ADHOC: Warum werden die Karten im privaten Pharmagroßhandel in Baden-Württemberg neu gemischt?
SCHÜLLER: Auslöser für uns als Ebert+Jacobi beziehungsweise Ebert+Jacobi Holdermann waren notwendige Investitionen bei unserem Vertriebszentrum in Baden-Baden – auch für das Blistergeschäft, um dieses weiter voranbringen zu können. Für beide Geschäftsbereiche war unter den bestehenden Voraussetzungen auf Dauer nicht genug Platz.
SAUER: Außerdem müssen Sie als Unternehmen Ihre Prozesse und Strukturen permanent auf den Prüfstand stellen. Der Kostendruck im Großhandel ist wegen des Rabattwettbewerbs noch einmal deutlich gestiegen.

ADHOC: Die Antwort darauf ist die Schließung eines Lagers?
SCHÜLLER: Wir haben wir uns zum Jahreswechsel hingesetzt und gemeinsam mit externer Beratung die Situation analysiert. Alle Bereiche wurden geprüft – von der Logistik über den Personaleinsatz bis hin zu kaufmännischen Themen. Dann ging alles sehr zügig, die Entscheidungen sind innerhalb weniger Monate gefallen.

ADHOC: Was waren die entscheidenden Kriterien?
SCHÜLLER: Unser Standort in Baden-Baden stammt aus den 1950er-Jahren und ist mit seinen drei Etagen für den Großhandel weniger geeignet als für die Verblisterung. Da fiel der Blick schnell auf das hochmoderne Vertriebszentrum von Fiebig im 35 Kilometer entfernten Rheinstetten.

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