Schub dank Gardasil und Keytruda

MSD: Hohe Forschungskosten bringen Gewinneinbruch

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Rahway -

Der US-Pharmakonzern Merck & Co (MSD) hat das vergangene Jahr unerwartet stark beendet. Im Schlussquartal gaben insbesondere die HPV-Impfung Gardasil und der größte Kassenschlager, das Krebsmedikament Keytruda Schub. Aufs Gesamtjahr gesehen sorgte jedoch eine Kostenexplosion bei den Forschungsausgaben für einen kräftigen Gewinneinbruch beim Arzneimittelriesen.

Unter dem Strich sank der Überschuss auf 365 Millionen US-Dollar (337 Millionen Euro), wie der Konzern mitteilte. Ein Jahr zuvor hatte MSD noch 14,5 Milliarden Dollar verdient. 2024 soll der Gewinn aber wieder anziehen. Auf die Nachrichten legten die Aktie im vorbörslichen Handel um gut ein Prozent zu.

Das Unternehmen hatte zuletzt einige wichtige, aber kostspielige Schritte unternommen, um seine Medikamentenpipeline aufzupolieren. Im vergangenen Oktober war der Konzern etwa mit dem japanischen Konzern Daiichi Sankyo eine Forschungsallianz im Krebsbereich eingegangen, für die eine milliardenschwere Vorauszahlung fällig wurde. Insgesamt stiegen Mercks Forschungsausgaben m vergangenen Jahr mit rund 30 Milliarden Dollar um mehr als das Doppelte des Vorjahreswertes. Damit will sich MSD gegen mögliche künftige Konkurrenz für den noch immer kräftig wachsenden Verkaufsschlager Keytruda wappnen, der zuletzt mit 25 Milliarden Dollar für gut 40 Prozent der Konzernerlöse stand.

Der Gesamtumsatz zog in den zwölf Berichtsmonaten um lediglich rund ein Prozent auf 60 Milliarden Dollar an, weil zum einen negative Währungseffekt bremsten. Zu konstanten Wechselkursen betrug das Plus vier Prozent. Zudem gingen die Erlöse mit dem Covid-Medikament Lagevrio deutlich zurück.

Für 2024 peilt das Management um Konzernchef Robert Davis nun einen Umsatzanstieg auf 62,7 bis 64,2 Milliarden Dollar an.

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