Merz Pharma hat seinen Standort in Dessau-Roßlau mit einer neuen Verpackungslinie erweitert. Die Anlage ist Teil eines umfassenden Ausbaus, bei dem in die Produktions-, Verpackungs- und Logistikkapazitäten investiert wird, wie das Unternehmen mitteilte. Bis 2028 sollen insgesamt mehr als 100 Millionen Euro eingesetzt werden.
Man glaube an Deutschland als Industriestandort, erklärte der Vorstandschef (CEO) der Merz Group, Philip Burchard. „Wir sind davon überzeugt, dass wir hier langfristig international wettbewerbsfähig produzieren können. Mit dem Ausbau reagieren wir auf die weltweit gestiegene Nachfrage nach Neurotoxinen und bündeln unsere Wertschöpfung vor Ort.“
An teilweise sieben Baustellen gleichzeitig wurde zuletzt am Standort Dessau-Tornau gebaut. Merz’ Kassenschlager, auf den sich hier konzentriert wird, ist Botulinumtoxin, sprich Botox – für die Anwendung im kosmetischen Bereich, aber auch in der neurologischen Medizin bei Bewegungsstörungen.
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (CDU) betonte, von den Investitionen profitierten nicht nur das Unternehmen, sondern auch die Beschäftigten und die gesamte Wirtschaftsregion. Bis zu 250 neue Arbeitsplätze sollen am Standort bei Merz geschaffen werden.
Die Merz Group hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Sie verfügt nach eigenen Angaben über 5500 Mitarbeiter weltweit, in Dessau sind es aktuell rund 450. Die Merz Group erzielte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von mehr als 2,2 Milliarden Euro.
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