Herstellbetriebe

Medios: Apotheker verschiebt Aktienverkauf APOTHEKE ADHOC, 20.11.2018 14:59 Uhr

Berlin - Manfred Schneider, ehemaliger Inhaber der BerlinApotheke, hat den Verkauf von Anteilen am börsennotierten Herstellbetrieb Medios verschoben. „Diese Entscheidung wurde aufgrund der aktuell ungünstigen Marktbedingungen getroffen“, heißt es. Es geht um zweistellige Millionenbeträge.

Schneider ist nicht nur Vorstandschef von Medios, sondern mit 56 Prozent auch größter Anteilseigner. Im Oktober hatte er angekündigt, sich von einem größeren Paket trennen zu wollen. Nach letztem Stand wollte er rund 13 Prozent an institutionelle Anleger abgeben, weitere 2 Prozent sollten durch das Management platziert werden. Der Streubesitz sollte so von aktuell 40,5 auf 55,5 Prozent erhöht werden.

Doch die Transaktion wurde nun erst einmal verschoben. Mit der aktuellen Debatte um die Neugestaltung der Vergütung im Bereich der Sterilherstellung durch Gesundheitsminister Jens Spahn habe die Entscheidung nichts zu tun, erklärt ein Sprecher. Vielmehr sei das Börsenumfeld seit einiger Zeit volatil, sodass auch andere Unternehmen Maßnahmen wie Börsengänge verschoben hätten. Nach wie vor sei geplant, den Streubesitz der Gesellschaft, ihre Präsenz am Kapitalmarkt und die Liquidität der Aktien zu erhöhen, indem man „neuen Anlegern, die nach einem Einstieg in die Medios-Aktie suchen, Zugangsmöglichkeiten bietet“. „Dementsprechend soll die beabsichtigte Transaktion gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.“ Um die Tatsache zu bekräftigen, dass es keinen unmittelbaren Bedarf gibt, derzeit Aktien zu verkaufen, habe Schneider eine 90-tägige Veräußerungsbeschränkung unterzeichnet.

Für Schneider geht es um viel Geld. Noch im Sommer notierte die Aktie bei rund 23 Euro, bei diesem Preis wäre das Paket, das er abgeben will, mehr als 40 Millionen Euro wert. Im Vorfeld der Verkaufsankündigung notierte die Aktie bei 17 Euro, womit Schneiders Paket rein rechnerisch 31 Millionen Euro gekostet hätte. Aktuell wird das Papier für etwas mehr als 14 Euro gehandelt, entsprechend knapp 26 Millionen Euro.

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