Niederlande

Medikamentenmarkt: OTC-Werbung verboten APOTHEKE ADHOC, 08.07.2019 08:59 Uhr

Berlin - Fisch, Schnaps, Benzin, Blumen und Medikamente: Beim Hollandmarkt „Ter Huurne“ südlich von Enschede findet man alles, was das Herz begehrt. Dass auch apotheken- und sogar rezeptpflichtige Arzneimittel angeboten werden, ging der Wettbewerbszentrale zu weit. Sie ließ den Betreibern nicht nur den Verkauf, sondern auch die Werbung untersagen.

„Februar ist Medikamentenmonat“, warb der Erlebnismarkt Anfang 2018 in der Zeitung „Wir in Ibbenbüren“. Weiter war in der Anzeige zu lesen: „Sparen Sie bis zu 60 Prozent“. Aufgelistet wurden „Schmerzmittel, Nasenspray, Anti-Grippemittel, Anti-Allergie-Produkte, Anti-Heuschnupfen, Natur- und Heilprodukte“.

Weil die Betreiber schon ein Jahr zuvor eine Unterlassungserklärung abgegeben hatten, wurden diesmal keine konkreten Produkte genannt. Stattdessen hieß es: „Aufgrund gesetzlicher Regulierungen finden Sie unsere Angebote online!“ Zusätzlich zum Link www.medikamentenzentrale.com war ein QR-Code abgedruckt mit dem Hinweis: „Direkt zu den Angeboten“. Auf der Website wurde dem Verbraucher dann unter anderem Voltaren Emulgel präsentiert.

Bezüglich des Inverkehrbringens apothekenpflichtiger Medikamente gaben die Betreiber die geforderte Unterlassungserklärung ab. Die Anzeige selbst sah man bei Ter Huurne dagegen als reine Imagewerbung; schließlich werde lediglich auf die Möglichkeit zum Erwerb von Medikamenten aus unterschiedlichen Produktgruppen hingewiesen.

Das Landgericht Dortmund entschied Ende vergangenen Jahres, dass die Anzeige zwar sehr wohl auf eine Absatzsteigerung ausgerichtet sei. Die aufgeführten Produktgruppen umfassten aber auch verschreibungsfreie Medikamente und seien daher nicht zu beanstanden.

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