Medice erhält Laien-Zulassung

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Endlich zugelassen: Medice-Geschäftsführer Dr. Dr. Richard Ammer zeigt die Anwendung des Laientests Medicovid.

Berlin - Das Familienunternehmen Medice hat nach langem Warten die Sonderzulassung für einen Test zur Eigenanwendung durch Laien vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erhalten. Der Antrag wurde bereits Ende Januar eingereicht.

Bei Medice ist man in Feierlaune. Bereits vor Weihnachten füllte das Unternehmen die Lager mit Selbsttests. Insgesamt 2 Millionen Tests sind vorrätig. Dass die Freigabe für Laien so lange dauert, hat Firmenchef Dr. Dr. Richard Ammer nicht erwartet. Er hatte sich persönlich des Themas angenommen. Eigentlich habe man es für eine Formsache gehalten, sagt er. Zwischenzeitlich stand er immer wieder mit der Behörde in Kontakt.

Der Hersteller aus Iserlohn erhielt für den Selbsttest „Medicovid“ die Sonderzulassung beim BfArM. Der Test ist laut Firmenangaben einfach in der Handhabung. Ein Nasenabstrich in nur 2,5 Zentimetern Tiefe reiche aus. Das Testergebnis sei innerhalb von wenigen Minuten mit sehr hoher Genauigkeit verfügbar. Zudem eignet sich der Medice-Selbsttest, im Gegensatz zu vielen anderen Tests, auch zum Nachweis neuer Mutationen zum Beispiel aus England und Südafrika. Im Sortiment befindet sich auch ein Speicheltest sowie Tests für medizinisches Fachpersonal.

Warum die Zulassung letztlich so lange gedauert hat, kann sich Ammer nicht erklären. Medicovid erfülle alle Kriterien, die das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) vorschreibe und fordere. Er kritisierte, dass Wettbewerber wie die österreichische Firma Technomed – „ein mit Risikokapital finanziertes Unternehmen mit Sitz in Graz und einem steuersparenden Einkauf über Dubai“ – bereits eine deutsche Sonderzulassung erhalten haben. Und er wundere sich, dass man die Bevölkerung nicht schon früher für fähig hielt, Schnelltests selbst anzuwenden.

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