HiMiAdhoc: Hilfsmittelanfrage to go | APOTHEKE ADHOC
VISION.A Awards 2017

HiMiAdhoc: Hilfsmittelanfrage to go

, Uhr
Berlin -

Die Ausgabe von Hilfsmitteln war lange kein Quell der Freude – für die Apotheker gab es viele Fallstricke und Unsicherheiten. Die mobile Variante der Hilfsmittelvertragsdatenbank HiMiAdhoc vereinfacht die Arbeit. Das Angebot des Rechenzentrum AvP gewann den ersten Platz beim VISION.A Award in der Kategorie BIZ.Vision.

Hilfsmittelanfragen „to go“ – die Bearbeitung erfolgt über Smartphone, Tablet der PC/MAC. „HiMiAdhoc ist einfach und vertragssicher“, sagt Klaus Henkel, Mitglied der Geschäftsleitung AvP. „90 Prozent der Hilfsmittel werden derzeit außerhalb der Apotheken verkauft, HiMiAdhoc ist die Plattform, um das zu ändern!“

Der bundesdeutsche Markt für Hilfsmittel liegt bei 7 Milliarden Euro. „Ich sehe eine Potenzialsteigerung auf locker 25 Prozent.“ Warum die Kunden an Amazon verlieren, wenn man das Know-how hat, selbst das Geld zu verdienen? Warum das Geschäft den Sanitätshäusern überlassen, wenn die eigene Kasse klingeln kann?

Derzeit arbeitet AvP mit Belsana (Stütz- und Kompressionsstrümpfe) und Pari (Inhalationsgeräte) zusammen, die Verhandlungen mit einem Milchpumpenhersteller stehen kurz vor dem Abschluss. Die Philosophie umschreibt Henkel so: „Bevor Amazon ein neues Hilfsmittel bekommt, soll es die Apotheke bekommen – wir schaffen mit HiMiAdhoc die Voraussetzungen dafür.“

Ein Beispiel sind innovative Temperatur-Messgeräte, die junge Frauen in den USA zunehmend als Alternativen zur Antibabypille verwenden. „Wenn es Alternativen zur Antibabypille gibt, muss ich sie als Apotheker auch verkaufen dürfen. Immer mehr Frauen wollen ohne Chemie verhüten. Ich kann nicht dabei zusehen, wie meine Kunden von der Bildfläche verschwinden. Eine junge Frau spricht lieber mit einer Apothekerin über Verhütung als online eine Frage an Amazon zu stellen.“

Er fordert neue Denkstrukturen: „Es dauert oft Jahre, bis ein Hilfsmittel auf dem deutschen Markt die Zulassung bekommt. Fragen Sie mal die Geschäftsführer eines erfolgreichen Start-ups, das eine Million seiner Hilfsmittel via Amazon verkaufen kann, warum der deutsche Markt für sie vernachlässigbar ist. Der Markt regelt das ganz von alleine.“

Die steigende Lebenserwartung der Menschen wirke sich positiv auf die Hilfsmittel-Branche aus: „Die Themen werden in den Apotheken bei immer mehr alten Menschen nicht weniger – im Gegenteil. Wenn ich mich allerdings nicht um das Thema Hilfsmittel kümmere, darf ich mich nicht wundern, wenn die Kunden eines Tages nur noch googeln – und online bestellen. Man muss besser als Google sein, denn nur dann hat der Kunde einen Grund, in die Apotheke zu gehen.“

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

Mehr zum Thema
Schwangere sind nicht automatisch befreit
Retaxgefahr: Zuzahlung in der Schwangerschaft »
Mehr aus Ressort
IT-Probleme bei Großhändler
Wieder Ausfälle bei Gehe »

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
„Das Virus trifft auf Bevölkerung mit wenig Immunschutz.“
Corona-Experte: China braucht wirksamere Vakzine»
Mehr Antikörper durch bivalentes Vakzin?
Subtyp BQ.1.1: Die „Höllenhund“-Variante»
„Lieferengpässe, die wir nicht dulden können“
Generikagesetz: Eckpunkte noch vor Weihnachten»
„Es fehlen keine Gelder“
Corona-Impfungen: Neue TestV als Plan B»
Plätzchen, Glühwein und Gänsebraten
Fettleber: Adventszeit als Herausforderung»
Kaiserschnitt beeinflusst Mikrobiom
Vaginale Geburt bietet Vorteil»
Ab Donnerstag als gebrauchsfertige Lösung bestellbar
Infectopharm bringt Glucosetoleranztest»
ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick
Kein Kalender: Kundin verklagt Apothekerin»
Apotheker kämpfen um Gärtnerei
Für PTA und PKA: Der Garten muss bleiben!»
„Aufgaben der PTA werden immer umfangreicher.“
PTA-Förderpreis: 18. Veranstaltung mit starker Resonanz»
Herzinfarkt, Schlaganfall & Nierenschäden
Diabetes als Risikofaktor»
B-Ausgabe November
90 Seconds of my life»
Kompetenter Begleiter für alle Leser:innen ab 60
my life Senioren»
Das Kindermagazin der my life Familie
Platsch»
Schwangere sind nicht automatisch befreit
Retaxgefahr: Zuzahlung in der Schwangerschaft»
Mehrkosten, Belieferung & Heilung
Retaxgefahr: BG-Rezept»