Medizinkonzern

Fresenius schockiert Anleger dpa, 17.10.2018 13:14 Uhr

Berlin - Fresenius kämpft mit Gegenwind im Geschäft mit Nierenerkrankungen. Auch in den Kliniken läuft es für Deutschlands größten Krankenhausbetreiber weniger rund. Anleger reagieren nach etlichen Rekordjahren enttäuscht. Und Fresenius zeigt sich pessimistischer für das Gesamtjahr.

Unerwartet schleppende Geschäfte bei seinen Dialyse- und Kliniktöchtern haben Fresenius im dritten Quartal ausgebremst. Das Dax-Unternehmen zeigt sich nach der Vorlage vorläufiger Quartalszahlen pessimistischer für 2018: Der Gesundheitskonzern hält nun nur das untere Ende seiner Prognosespannen für Umsatz und Ergebnis für realistisch. Die börsennotierte Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) musste nach einem Umsatz- und Ergebnisrückgang gar die Ziele senken.

Fresenius-Aktien gaben am Mittwochmorgen um fast 12 Prozent nach, FMC-Papiere um gut 16 Prozent. In Nordamerika sei FMC „nicht so schnell gewachsen sind wie ursprünglich erwartet“, hieß es in einer Mitteilung vom späten Dienstagabend. Dazu kamen ökonomische Turbulenzen in Schwellenländern wie die Hyperinflation in Argentinien.

Auch bei der Klinik-Tochter Helios kämpft Fresenius mit Gegenwind. Bei Deutschlands größtem Krankenhausbetreiber machten sich geringere und weniger profitable Behandlungen bemerkbar. Es gebe einen Trend zur ambulanten Untersuchung, der zu geringeren Patientenzahlen in den Kliniken führe. Bleiben Kranke nicht über Nacht, ist das für die Krankenkassen günstiger. Der Umsatz bei Helios dürfte nur am unteren Ende der angepeilten Spanne wachsen, hieß es.

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