Eylea: Bayer plant Fertigspritze

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Berlin - Bayer will das Ophthalmologikum Eylea (Aflibercept) auch als Fertigspritze verfügbar machen. Aktuell muss der Augenarzt die Lösung aus einem Vial aufziehen – das könnte bald entfallen. Eine entsprechende Änderungsanzeige bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) ist eingereicht. Das Konkurrenzprodukt Lucentis (Ranibizumab, Novartis) wird bereits seit längerem in zwei Darreichungsformen angeboten.

Bisher muss Eylea unmittelbar vor der Injektion aus einer Durchstechflasche aufgezogen werden. Das Herausziehen führt der Arzt mit der beigelegten Filterkanüle durch. Später stellt er die benötigte Menge ein und wechselt die Kanüle. Aflibercept wird intravitreal, das heißt in den Glaskörper, eingebracht. Um Infektionen zu vermeiden, muss der Vorgang weitestgehend aseptisch ablaufen, die Einschleppung von Keimen in das Auge muss verhindert werden. Durch die Einführung einer Fertigspritze würde der Schritt des Aufziehens entfallen. Das Risiko einer Über- oder Unterdosierung wird durch das voreingestellte Volumen ebenfalls minimiert.

„Eylea ist als Therapie für Menschen mit Netzhauterkrankungen und damit einhergehendem Sehschärfenverlust bewährt. Die Anwendung in den fünf zugelassenen Indikationen zeigt durchgängig sehr gute Ergebnisse bei der Reduzierung vermeidbarer Sehschärfenverluste – sowohl in randomisierten klinischen Studien als auch in Studien im Praxisalltag“, sagte Dr. Michael Devoy, Leiter Medical Affairs & Pharmacovigilance der Division Pharmaceuticals und Chief Medical Officer bei Bayer. „Bayer setzt sich dafür ein, das Behandlungsangebot durch die Einführung der Fertigspritze weiter zu verbessern.“

Indikationen:

  • neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD)
  • diabetischesch Makulaödems (DMÖ) mit Visusbeeinträchtigung
  • Makulaödem infolge eines retinalen Venenverschlusses (Venenastverschluss oder Zentralvenenschluss)
  • myope choroidale Neovaskularisation mit Visusbeeinträchtigung

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