Ophthalmika

Längere Behandlungsintervalle für Eylea dpa/ APOTHEKE ADHOC, 02.08.2018 14:15 Uhr

Berlin - Bayer hat von der EU grünes Licht für ein neues Behandlungsschema des Augenmedikaments Eylea erhalten. Ärzte können nun die individuellen Behandlungsintervalle für Patienten mit der neovaskulären altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD) je nach Befund ausdehnen. Die Patienten müssen sich das Mittel dann nicht mehr so häufig ins Auge spritzen lassen.

Bisher waren zur Behandlung der Krankheit im ersten Jahr monatliche Injektionen und dann Injektionen alle zwei Monate vorgesehen. Nun können die Abstände, in denen Eylea ins Auge injiziert werden muss, nach den nötigen ersten Verabreichungen auf zwölf oder mehr Wochen ab dem ersten Behandlungsjahr verlängert werden.

Mit dieser Änderung werde Eylea auch künftig eine sehr gute Wettbewerbsfähigkeit haben, sagte der Medizinchef der Augenheilkunde von Bayer, Patrick Bussfield. Die Belastung für Patienten, für die längeren Behandlungsintervalle in Frage kommen, wird deutlich geringer. Zugleich können Ärzte wegen der frei werdenden Kapazitäten potenziell mehr Patienten behandeln.

Aflibercept ist rekombinantes Fusionsprotein. Es ist zusammengesetzt aus humanen Teilen von VEGF-Rezeptoren, die mit dem menschlichen Immunglobulin IgG1 kombiniert wurden. Der Wirkstoff fungiert dabei als löslicher „Ersatzrezeptor“ und bindet mit einer höheren Affinität an VEGF-A und an den Plazenta-Wachstumsfaktor PlGF und kann so die Bindung und Aktivierung der verwandten VEGF-Rezeptoren hemmen.

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