Zulassungserweiterung

Eylea und Vidaza mit neuer Indikation APOTHEKE ADHOC, 02.11.2015 12:00 Uhr

Berlin - Die EU-Kommission hat die fünfte Indikation für Eylea (Aflibercept) zugelassen: Das Augenmedikament von Bayer kann nun auch zur Behandlung von myoper choriodaler Neovaskularisation (mCNV) angewendet werden. Celgene darf sein Orphan Drug Vidaza (Azacitidin) künftig auch bei älteren Patienten mit akuter myeloider Leukämie (AML) vermarkten, die nicht für eine Stammzellentherapie in Betracht kommen.

Eylea ist bereits zur Behandlung der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), für die Behandlung der Sehschwäche bei Diabetikern (DMÖ) sowie aufgrund eines durch retinalen Venenverschluss (RVV) bedingten Makulaödems zugelassen. Dabei kommen sowohl Venenastverschluss (VAV) als auch Zentralvenenverschluss (ZVV) in Betracht.

Aflibercept ist rekombinantes Fusionsprotein. Es ist zusammengesetzt aus humanen Teilen von VEGF-Rezeptoren, die mit dem menschlichen Immunglobulin IgG1 kombiniert wurden. Aflibercept fungiert dabei als löslicher „Ersatzrezeptor“: Der Wirkstoff bindet mit einer höheren Affinität an VEGF-A und an den Plazenta-Wachstumsfaktor PlGF und kann so die Bindung und Aktivierung der verwandten VEGF-Rezeptoren hemmen.

mCNV ist eine Erkrankung der Netzhaut bei stark kurzsichtigen Menschen mit krankhaften Veränderungen am Augenhintergrund. Dabei führt übermäßiges Längenwachstum des Augapfels zu einer Dehnung von Augenhaut, Aderhaut und Netzhaut. Unbehandelt führt die Krankheit bei dem Großteil der Patienten zur Erblindung.

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