Copaxone: Kartellverfahren gegen Teva

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Brüssel - Die EU-Kommission ermittelt wegen möglicher Wettbewerbsverzerrung beim MS-Medikament Copaxone (Glatirameracetat) gegen den Generikakonzern Teva. Es werde geprüft, ob Teva die Einführung preiswerter Konkurrenzprodukte zu seinem Kassenschlager rechtswidrig verzögert habe, teilte die Brüsseler Behörde heute mit.

Das Patent für den Wirkstoff lief nach Angaben der Kommission schon 2015 aus. Ermittelt werde nun, ob Teva danach „aus strategischen Gründen Teilpatente angemeldet und wieder zurückgezogen” hat, um Konkurrenten davon abzuhalten, billige Generika auf den Markt zu bringen.

Multiple Sklerose sei eine chronische Erkrankung, für die es kein Heilmittel gebe, betonte die für Wettbewerb zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager. Deshalb sei es wichtig, dass Unternehmen um Innovationen konkurrieren, damit erschwingliche Behandlungsmethoden gefunden würden.

Vor allem Mylan hatte versucht, mit seinem Generikum Clift in dem Bereich Fuß zu fassen. Zuletzt hatte der Konzern, der nach der Verschmelzung mit der Pfizer-Sparte Upjohn jetzt Viatris heißt, das Patent für die hochdosierte Variante gekippt.

 

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