Digital-Health-Manifest: Start-ups machen Spahn Druck

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Berlin - Die Sorge um den Wirtschaftsstandort Deutschland hält an, von allen Seiten werden von der Politik Schritte gefordert, die Innovationsfähigkeit hierzulande zu erhalten. Vertreter der digitalen Gesundheitsindustrie haben nun ein Manifest verabschiedet und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) überreicht. Ihre Forderung: „Eine zeitgemäße Gesundheitsversorgung für alle – nicht in einer fernen Zukunft, sondern heute!“

„Digitale Innovation macht gesund!“, ist nicht nur der Titel des Manifests, sondern auch der Claim des Zusammenschlusses von 47 Digital Health Start-ups – darunter beispielsweise Ada, DIPAT, Medikura, Vivy oder Doctorbox. Die meist jungen Gründer haben sich zusammengetan, um von Spahn bessere Rahmenbedingungen für ihre Branche einzufordern. Bei Spahn rennen sie damit offene Türen ein, hat der die Digitalisierung der Gesundheitsbranche doch ohnehin als Steckenpferd seiner Amtszeit auserkoren.

Und so ist der auch voll des Lobes für die Initiative. „Ich freue mich über das Engagement der Healthcare-Start-ups“, so der 38-Jährige nach der Vorstellung des Manifests. „Damit das deutsche Gesundheitswesen patientenfreundlicher wird, brauchen wir innovative digitale Lösungen. Und wir müssen dafür sorgen, dass sie schnell beim Patienten ankommen. Darum ist Digitalisierung für mich kein Nebenaspekt, sondern zentraler Bestandteil in jedem unserer Gesetze.“

Die Richtung stimme dabei, teilen die Unternehmensgründer denn auch mit. Doch trotz Fortschritten wie dem Digitale-Versorgung-Gesetz (DVG) komme der digitale Wandel im deutschen Gesundheitswesen weiter nur in kleinen Schritten voran. Deshalb fordern die Beteiligten, „dass sich insbesondere die angestaubten Strukturen des Gesundheitssystems ändern müssen – von Silodenken und Insellösungen hin zu gemeinschaftlichem Handeln“. Was nach Allgemeinplatz klingt, verbinden sie mit Forderungen nach konkreten Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, „von befristeten Pilotprojekten hin zu langfristiger Planbarkeit und rascher Umsetzung“. Dazu sei eine „breite Zusammenarbeit und Offenheit verschiedener Akteure in der Gesundheitsversorgung möglich, die sich der Zukunft nicht verschließen und Innovation angemessen vergütet sehen wollen“. Die Initiative sieht sich dabei als „konstruktiver Treiber“, der eine Partnerschaft zwischen Verwaltung, Kassen, Politik und Lösungsanbietern fordert.

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