Clarelux Schaum ist zurück

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Berlin - Seit mehr als zwei Jahren müssen Patienten mit Kopfhaut-Dermatosen auf Nachschub bei Clarelux Schaum (Clobetasolpropionat) warten. Die Schubladen blieben lange leer, immer wieder gab es Nachfragen. Nun gibt der Hersteller Pierre Fabre Entwarnung: Seit Anfang des Monats ist der Schaum zurück.

Viele Monate war Clarelux Schaum vom Markt verschwunden – für Betroffene mit Dermatosen der Kopfhaut wie Psoriasis, nichtinfektiöser Follikulitis, Pemphigus, Atopischer Dermatitis, Seborrhoischer Dermatitis und Lichen Planopilariss eine lange Zeit. Denn die Applikationsform als Schaum ist für den behaarten Kopf besonders praktisch: Die nicht fettende Formulierung ist präzise in der Anwendung, tropft nicht und hinterlässt kaum Rückstände auf der Kopfhaut. Außerdem muss der Schaum nicht ausgewaschen werden und bedarf daher keiner festgelegten Einwirkzeit.

Ursache für den langen Lieferausfall war kein Qualitätsproblem – ein Vorlieferant sei aus finanziellen Gründen ausgefallen, hieß es damals. Es sollte zügig an einer Lösung gearbeitet werden. Nun – mehr als zwei Jahre später – können die Patienten aufatmen. Denn richtige Alternativen gab es nicht: Zwar ist der Wirkstoff Clobetasol auch in einigen anderen Lösungen und Shampoos enthalten – als Schaum steht er jedoch von anderen Herstellern nicht zur Verfügung. Nach ebenfalls zwei Jahren kam im vergangenen Sommer dann Deflatop Schaum von Holsten Pharma wieder zurück. Dieser enthält jedoch Betametasonvalerat als Wirkstoff.

Der Clobetasolpropionat-haltige Schaum kann über eine Dauer von zwei Wochen zweimal täglich angewendet werden. Er soll sowohl typische Plaques lindern, aber auch Rötung, Juckreiz und Schuppung positiv beeinflussen. Die Packungsgröße zu 100g kostet rund 25 Euro.

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