Kommentar

Bayers Monsanto-Spagat Nadine Tröbitscher, 03.01.2018 10:31 Uhr

Berlin - Der 12. Dezember war ein schwarzer Tag für Wissenschaftler und Umweltaktivisten; auf der anderen Seite gab es Jubel bei den Bayer-Aktionären: Die EU-Zulassungsverlängerung des Unkrautgiftes Glyphosat um weitere fünf Jahre spaltet die Gemüter in Deutschland, Europa, der Welt – und die Apotheker. Vielen Kollegen ist es egal, doch einige bäumen sich auf gegen einen Riesen, der größter Chemiekonzern und gleichzeitig Gesundheitsanbieter und Phytospezialist sein will.

Marken wie Aspirin genießen Vertrauen und sind für die Apotheken wichtig. Und immerhin gibt es auch andere Hersteller, die mehrere Standbeine haben. Reckitt Benckiser etwa hat nicht nur Dobendan im Angebot, sondern auch WC-Reiniger. Doch Glyphosat polarisiert.

Hitzige Debatten werden geführt um ein Unkrautgift, für das es abschließend zu klären gilt, welche Gefahr von ihm ausgeht. Für Wissenschaftler besteht ein Zusammenhang zwischen der Chemikalie und der Entstehung von Krebs. Politiker und Manager warnen vor einer Panik vor dem weltweit am besten untersuchten Pflanzenschutzmittel. Dazwischen finden sich die, die für Gesundheit stehen – die Apotheker.

Die meisten Kollegen nehmen es hin, dass Bayer mit Monsanto nun die wohl umstrittenste Chemikalie im Sortiment hat. Und dass der Konzern mit seinen Vertriebspraktiken seit Jahren in der Kritik steht. Immer wieder berichten Medien über Kleinbauern, die sich gegen die Übermacht nicht wehren könn

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