Aponow: Versender-Aktien knicken ein

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Berlin - Die Nachrichten über die Übernahme von Aponow waren keine guten für die Aktien von Shop Apotheke und Zur Rose: Beide Wertpapiere sind am Mittwoch um rund 4 Prozent eingeknickt. APOTHEKE ADHOC hatte zuvor berichtet, dass die Wiesbadener Platform Group das Bestellportal übernommen hat und zu einer großen Plattform im Apothekenmarkt aufbauen will.

Kurz vor 15 Uhr stand die Aktie von Shop-Apotheke bei -3,8 Prozent und die von Zur Rose bei -4,2 Prozent. Wie volatil der Aktienmarkt ist, zeigt sich am Abgleich mit der Einschätzung von Finanzexperten: Wie Analyst Alexander Thiel von der Investmentbank Jefferies auf Nachfrage erklärte, sieht er in Doc.Green keine Wettbewerbsbedrohung für Shop Apotheke und den DocMorris-Mutterkonzern Zur Rose. In einer am Mittwoch vorgelegten Analyse verwies Thiel darauf, dass die Platform Group im Jahr 2020 einen Gesamtumsatz von 120 Millionen Euro hatte, was weniger sei, als das Werbebudget von Zur Rose. Zudem wolle Doc.Green nicht über den Preis konkurrieren und zunächst bis Ende des Jahres nur in wenigen Städten beginnen.

Die Aktie der Shop Apotheke wurde mit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 2020 zu einem der Favoriten an der Börse. im Vorjahr gehörte sie denn auch mit einem Kursplus von gut 240 Prozent zu den Favoriten im MDax. Seit dem Rekordhoch bei 249 Euro Mitte Februar ging es für die Papiere jedoch stets abwärts.

Grund dafür ist Experten zufolge, dass die Anleger an einer schnellen Einführung des E-Rezepts zweifeln. In den vergangenen Monaten waren die Wertpapiere der beiden Versender mehrmals eingeknickt, nachdem Verzögerungen und Einschränkungen beim Start des E-Rezepts publik gemacht worden. Diese Meldungen hatten die beiden Versender noch schwerer getroffen: Nur Minuten nach Veröffentlichung der Meldung, dass der Launch des E-Rezepts im Juli zunächst auf die Modellregion Berlin/Brandenburg reduziert wird, sackten die Aktienkurse ab, Shop Apotheke verlor bis zu 10 Prozent, Zur Rose sogar 13 Prozent.

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