Shop Apotheke: Noch keine E-Rezepte

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Berlin - Anders als fast alle Vor-Ort-Apotheken ist Shop Apotheke nach eigener Aussage Teil des E-Rezept-Testlaufs der Gematik. Herumgekommen ist dabei aber bisher noch nichts: Der Versender wartet weiterhin auf die erste Verordnung aus der Fokusregion Berlin-Brandenburg, wie CEO Stefan Feltens am Donnerstag bei der Vorstellung der Halbjahreszahlen erklärte.

Von der Erprobung des E-Rezepts dringen bisher kaum Neuigkeiten an die Öffentlichkeit – und das, obwohl zu Monatsbeginn eigentlich die nächste Phase des Testlaufs gestartet ist, in der sukzessive 120 Apotheken in der Region Berlin/ Brandenburg angebunden werden sollen. Shop Apotheke ist nach eigenen Angaben Teil der Erprobung – ein E-Rezept gesehen hat der Hollandversender aber noch nicht.

„Wir warten weiterhin auf das erste E-Rezept aus der Testregion“, erklärte Feltens am Donnerstagmorgen. „Wir sind heute bereits in der Lage, E-Rezepte zu empfangen und verarbeiten.“ Front- und Backendprozesse seien bereits entsprechend angepasst worden, so dass nun nur noch die Verordnungen fehlten. Grund zur Sorge sei das aber nicht. „Der bisherige Testlauf hat alle Erwartungen erfüllt, die die Gematik darin hatte“, so Feltens. „Nach allem, was wir gesehen und gehört haben, liegt die Gematik noch in ihrem Zeitplan, sodass der bundesweite Roll-out ab Oktober kommt.“

Vor allem Shop Apotheke und Hauptkonkurrent DocMorris verkaufen das E-Rezept als ihr großes Zukunftsthema – sie erhoffen sich davon ein spürbares Wachstum ihren bisher geringen Rx-Marktanteils. Entsprechend volatil sind die Aktienkurse: Meldungen über Verzögerungen bei der E-Rezept-Einführung drückten spürbar auf die Kurse.

Feltens zeigte sich bei Vorstellung der Halbjahreszahlen zuversichtlich, dass Shop Apotheke den Schub aus der Coronakrise wird halten können. „Wir gehen davon aus, dass wir nicht in die Volumina der Zeit vor Corona zurückfallen werden“, so der CEO. Die ausgewiesenen Zahlen geben jedoch ein gemischtes Bild ab: Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ist laut Unternehmensmitteilung auf 1,2 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahr lag er noch bei 6,3 Millionen Euro. Zwar stieg der Umsatz auf 250 Millionen Euro, unterm Strich schreibt der Konzern aber weiter rote Zahlen. Bereits im Juli hatte er die Prognose gesenkt.

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