Schweiz: Arzthonorar für Apotheker?

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Auch beim Impfen sollen die Apotheker demnach besser vergütet werden. Bisher ist die Schweiz beim Impfrecht ein Flickenteppich: In manchen Kantonen dürfen Apotheker impfen, in manchen nicht, in wieder anderen dürfen sie es unter bestimmten Umständen. Einheitlich ist hingegen die Bezahlung: Die OKP zahlt nur, wenn die Impfung von einem Arzt verschrieben wurde. Das soll sich nun ändern. Jedermann kann sich dann auf Kosten der Kasse in der Apotheke impfen lassen.

Aus der Apothekerschaft kommt Zustimmung für die Initiative. Apotheken seien „für die Bevölkerung die ideale erste Anlaufstelle für präventive Angebote, die Behandlung häufiger Gesundheitsstörungen und Anliegen rund um die Medikation“, wirbt Florian Sakar, Vorstandsmitglied des Apothekervereins des Kantons Solothurn (AVSO) und Präsident der Jungen Apotheker Schweiz (swissYPG), für den Beschluss. „Vor diesem Hintergrund ist es schon lange überfällig, Apothekerinnen und Apotheker für nicht produktbasierte Leistungen abzugelten.“

Und auch aus Ärztekreisen ist Zustimmung zu vernehmen. In Gegenden, in denen die Hausärzte überlastet sind, halte er die Ergänzung durch Apotheker für „sehr begrüßenswert“, zitiert die Solothurner Zeitung Florian Leupold, Co-Präsident der Gesellschaft der Ärztinnen und Ärzte des Kantons Solothurn (GAeSO). „Ob eine Grippeimpfung in der Apotheke am Ende kostengünstiger ist als in der Arztpraxis, müsste dann noch untersucht werden“, wendet er jedoch ein.

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