Opioid-Epidemie

Schmerzmittel gegen Sex: Großrazzien bei Ärzten und Apothekern Tobias Lau, 18.04.2019 14:18 Uhr

Mit einer Reihe von Maßnahmen versuchen die USA der Krise Herr zu werden. So laufen dutzende Gerichtsverfahren gegen Pharmakonzerne, die die Opioide herstellen, darunter Purdue, Teva, Allergan, Endo und Janssen. Vor allem Purdue ist im Fadenkreuz der Justiz: Das Unternehmen ist mit mehr als 1600 Klagen konfrontiert. Ihm wird vorgeworfen, der Wahrheit nachgeholfen zu haben, um sein Schmerzmittel Oxycontin zu vermarkten. Das Abhängigkeitspotential sei auch mit unlauteren Mitteln über Jahre kontinuierlich heruntergespielt worden, um Ärzte zu einer lockeren Verschreibungspraxis zu animieren. Erst im März hat die Eigentümerfamilie Sackler einer Vergleichszahlung von 270 Millionen US-Dollar (240 Millionen Euro) zugestimmt, um eine Klage des Staates Ohio abzuwenden.

Aber auch gegen Abgabestellen und Großhändler gehen die Behörden vor. So hat beispielsweise der Bundesstaat Florida die beiden größten US-Apothekenketten CVS und Walgreens sowie den Großhändler McKesson verklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft den Unternehmen vor, trotz „umfassender und offensichtlicher Beweise für illegale Vertriebswege unangemessene Mengen von Opioiden nach Florida eingeführt und verkauft“ zu haben.

So hätten Walgreens-Filialen bei der Abgabe Opioid-haltiger Schmerzmittel teilweise eine Umsatzsteigerung von 600 Prozent innerhalb von zwei Jahren verzeichnet. Als Beispiel führt die Anklage eine nicht näher genannte Stadt mit 3000 Einwohnern an, in der Walgreens innerhalb eines einzigen Monats 285.000 Bestellungen Oxycodon abgegeben habe.

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