USA

Schmerzmittelklage: Mundipharma-Gründerfamilie zahlt Millionen dpa/APOTHEKE ADHOC, 27.03.2019 10:02 Uhr

Berlin - Die Unternehmerfamilie Sackler hat in den USA einen ersten Vergleich im Rechtsstreit im Zusammenhang mit dem berüchtigten Schmerzmittel Oxycontin akzeptiert. Der Pharmahersteller Purdue, den die Sacklers 1952 übernommen hatten, stimmte einer Zahlung von 270 Millionen US-Dollar (240 Millionen Euro) zu, um eine Klage des Bundesstaates Oklahoma beizulegen. Das teilte der dortige Generalstaatsanwalt mit. Das Geld soll unter anderem für ein Suchthilfezentrum verwendet werden.

Purdue wird vorgeworfen, mit seinem suchtgefährdenden Schmerzmittel Oxycontin ein Wegbereiter der Opioid-Epidemie und Drogenkrise in den USA gewesen zu sein. Der Konzern ist dort mit weiteren mehr als 1600 Klagen konfrontiert. Purdue befindet sich im Besitz der milliardenschweren Sackler-Familie, die ihren Namen durch Spenden für Museen, Universitäten und andere öffentliche Einrichtungen bekannt machte, durch Oxycontin aber massiv in die Kritik geraten ist.

Purdue Pharma begrüßte den Vergleich in einem Statement. Die Einigung sei Ausdruck „unseres Einsatzes, Lösungen in der Opioid-Krise voranzutreiben“, teilte Vorstandschef Craig Landau mit. Purdue und die Sackler-Familie haben Anschuldigungen, die Suchtgefahren von Oxycontin verschleiert und das Schmerzmittel mit rücksichtslosen und dubiosen Vertriebsmethoden in den Markt gedrückt zu haben, stets abgestritten. Doch der Druck wird immer größer, nicht nur rechtlich.

Inzwischen dürften die Sacklers auch um ihren Ruf fürchten. Denn die Proteste gegen die Praktiken des Clans nehmen zu und haben inzwischen schon bewirkt, dass Museen in London und New York keine Spenden mehr von ihm annehmen wollen. Auch die Investmentfirma, die das Familienvermögen verwaltete, will mit den Sacklers nichts mehr zu tun haben. Der nun geschlossene Vergleich könnte richtungsweisend für weitere Klagen sein. Der erste Prozess wurde damit abgewendet, so dass die Sacklers nicht öffentlich vor Gericht aussagen müssen.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Rechenzentren

Neuer Chef für ARZ Darmstadt»

Apotheker entwickelt Vorbestell-Tool

PX Reach: Werbebudgets in Umsatz verwandeln»

Nutzhanf

CBD: CannaCare Health launcht Canobo extra»
Politik

Lieferengpässe

BMG: Differenzierte Betrachtung notwendig»

Digitalisierung

Kassen-Update für Oma und Opa»

Bayern

Ärztetag warnt vor Missbrauch der „Ressource Arzt“»
Internationales

Risperdal

Milliarden-Urteil gegen Johnson & Johnson»

USA

Mehr Tote und Verletzte durch E-Zigaretten»

Insolvenzverfahren

Klage gegen Millionen-Boni von Purdue»
Pharmazie

Todesfälle in Köln

Glukose vs. Lidocain: Verwechslung ausgeschlossen?»

Ophthalmika

Santen: N1-Packungen für den Therapiebeginn»

Nicht-dystrophe Myotonie

Namuscla statt Off-Label»
Panorama

Hamburg

Überfall: Apothekenräuber mit Helikopter gesucht»

Bundesweiter Rezeptbetrug

80.000 Euro Schaden: Apothekerpaar angeklagt»

Ab nach Peru

Apothekerin tauscht Filialleitung gegen Ehrenamt»
Apothekenpraxis

eRezept & Co.

„Die Kunden werden nicht auf Apotheken warten“»

Personalisierte Medizin

3D-Druck: Apothekenrezeptur 2.0 – wie lange noch?»

Apotheke der Zukunft

Dienstleistungen: „Es wäre schlimm, wenn der Nutzen gering ist“»
PTA Live

Urlaub 2020

Die lukrativsten Brückentage»

PTA-Reform

Bundesrat streicht PTA-Aufsicht»

Keine Angst vor Notfallkontrazeptiva!

Pille danach: Beratung nicht „unnötig verkomplizieren“»
Erkältungs-Tipps

Heilpflanzenportrait

Salbei – Heilung aus dem Mittelalter»

Phytotherapie

Schleimstoffe: Balsam für den Hals»

Bakterielle Infektionen

Mittelohrentzündung: Superinfektion des Ohrs»
Magen-Darm & Co.

Dyspeptische Beschwerden 

Abwarten und Tee trinken»

Magen-Darm-Infektionen

Hygiene und Vorbeugung»

Superfood

Goldene Milch: Wundermittel oder Hype? »
Kinderwunsch & Stillzeit

Bewegen, bewegen, bewegen

Fit durch die Schwangerschaft»

Kinderwunsch und Schwangerschaft

Schilddrüse: Problemfaktor in der Schwangerschaft? »

Supplemente in der Schwangerschaft

Folat, Jod & Co.»