Apothekerin veröffentlicht Fahndungsfotos

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Berlin - Vermeintliche Geldwechsel-Trickbetrüger konnten durch ein geschicktes Ablenkungsmanöver die Mitarbeiterin einer Apotheke im österreichischen Schlüßlberg täuschen und Bargeld erbeuten. Kurzerhand postete die Chefin der Apotheke das Überwachungsvideo und Fotos der beiden Verdächtigen auf der Facebook-Seite der Apotheke. Nur: Sowohl in Österreich als auch in Deutschland ist eine solche Privatfahndung unzulässig und kann straf- und zivilrechtliche Folgen haben.

Die Mitarbeiterin wisse immer noch nicht, wie die beiden Männer es gemacht haben. Wieder und wieder versuche sie nachzuvollziehen, wie die vermeintlichen Betrüger sie täuschen konnten. Doch ihre Chefin macht ihr keinen Vorwurf. „Es ging einfach so schnell. Das hätte jeden von uns erwischen können“, sagte sie gegenüber APOTHEKE ADHOC.

Als die verdächtigen Männer in die Offizin kamen und einer von ihnen eine Zahnpastatube mit einem 100-Euro-Schein zahlen wollte, habe sich die Mitarbeiterin zwar gewundert, aber keinen Verdacht geschöpft, berichtet die Apothekerin. Beim Bezahlen verwickelte der Mann sie jedoch in ein Gespräch und stellte viele Fragen. Parallel wurden Geldscheine munter hin und her gewechselt. Als die Männer gingen, hatte die Apotheken-Mitarbeiterin bereits das Gefühl, dass etwas nicht stimmte. „Wir haben sofort nachgezählt und festgestellt, dass 50 Euro in der Kasse fehlen“, berichtet die Apothekerin.

Immer wieder werden Apotheken Opfer von Wechselgeld-Betrügern. Die Masche ist ähnlich: Es wird immer mit vielen Geldscheinen herumhantiert, wobei der „Kunde“ oder sein Komplize die Mitarbeiter mit Fragen oder Gesprächen ablenken. Am Ende fehlt Geld in der Kasse und niemand kann genau nachvollziehen, wie das eigentlich passieren konnte.

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