Autonome verwüsten Novartis-Foyer

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Athen -

Autonome haben am frühen Sonntagmorgen den Eingang der Büros des Schweizer Pharma-Unternehmens Novartis in Athen verwüstet. Die Gruppierung „Rubikon“ (Griechisch: Ruvikonas) übernahm die Verantwortung mit einer Erklärung, die in einem Portal veröffentlicht wurde.

Die linksautonome Aktivistengruppe versucht immer wieder mit ähnlichen Aktionen auf sich und ihre Thesen aufmerksam zu machen. In der Erklärung wird das Unternehmen für angebliche Bestechungen griechischer Ärzte und Politiker verantwortlich gemacht. Gleichzeitig wird der politischen Elite des Landes und der Justiz vorgeworfen, den angeblichen Korruptionsfall vertuschen zu wollen. Die Polizei bestätigte den Überfall. Verletzt wurde dabei niemand. Die Täter warfen Farben auf die Fassade und zerschlugen mit Hammern die Scheiben des Eingangs, sagte ein Polizeioffizier.

Das Parlament in Athen prüft zurzeit Korruptionsvorwürfe gegen zehn griechische Politiker. Unter dem Schutz der Justiz stehende Zeugen werfen dem Pharmakonzern vor, zahlreiche Menschen bestochen zu haben, um die Preise für seine Medikamente in die Höhe zu treiben und durch die zügige Genehmigung eigener Produkte den Markt zu beherrschen.

Unter den angeblichen Schmiergeldempfängern sind auch die ehemaligen Regierungschefs Antonis Samaras und Panagiotis Pikramenos, Zentralbankchef Ioannis Stournaras, EU-Kommissar Dimitris Avramopoulos und sechs andere ehemalige Minister und Vizeminister sowie Tausende Ärzte.

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