Pharmakonzerne

Novartis: Gentherapie statt OTC

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Berlin -

Novartis hat bereits eine neue Investition für die 13 Milliarden Dollar gefunden, die der Verkauf der Anteile am OTC-Geschäft mit GSK in die Kassen spült. Die Schweizer übernehmen den Gentherapie-Hersteller Avexis.

Novartis bietet 8,7 Milliarden US-Dollar (7,1 Milliarden Euro) für das US-Unternehmen. Je Aktie sind das 218 Dollar. Der führende Produktkandidat von Avexis habe das Potenzial, die erste Genersatztherapie gegen die spinale Muskelatrophie (SMA) zu werden, teilte der Konzern mit. Beide Seiten sind sich bereits einig, der Deal soll Mitte 2018 abgeschlossen sein. Allerdings müssen die Aktionäre von Avexis der Übernahme noch zustimmen.

Mit der Übernahme will Novartis seine Position in der Gentherapie ausbauen. Man erwartet, dass die Übernahme Spitzenumsätze von mehreren Milliarden Dollar einspielen kann. Ab dem Jahr 2020 rechnen die Schweizer mit einem starken Beitrag zum operativen Kernergebnis und dem Gewinn je Aktie, zuvor werde sich der Deal finanziell leicht negativ auswirken. SMA führt zum frühen Tod der Betroffenen oder zu lebenslanger Behinderung. Das Mittel von Avexis werde für Patienten in den USA voraussichtlich ab 2019 verfügbar sein.

Vor wenigen Tagen hatte Novartis angekündigt, aus seinem Gemeinschaftsunternehmen mit GSK für rezeptfreie Medikamente auszusteigen. Das Joint Venture entwickle sich gut, doch jetzt sei der richtige Zeitpunkt, den Anteil für einen attraktiven Preis zu veräußern, sagte Novartis-Chef Vas Narasimhan. Den Verkaufserlös soll unter anderem für Zukäufe genutzt werden.

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