„Lohnt es sich, Patienten zu heilen?“

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Berlin - Einige Gentherapien können Krankheiten mit nur einer Behandlung heilen. Das macht Patienten Hoffnung – und auch die Pharmakonzerne investieren massiv in die Technologie. Das sollten sie aber nicht, zumindest wenn es nach einem internen Bericht der Investmentbank Goldman Sachs geht.

„Lohnt es sich Patienten zu heilen?“, fragen die Analysten in ihrem Report. Zwar könnten die Therapien Menschen mit einer Anwendung heilen, was wertvoll für Patienten und Gesellschaft sei. Wenn es darum gehe, nachhaltig Umsatz zu generieren, seien die Medikamente jedoch eine Herausforderung.

So hätten die Hepatitis-Medikamente Harvoni und Sovaldi von Gilead dafür gesorgt, dass es kaum noch behandelbare Hepatitispatienten gebe. „Im Fall von Infektionskrankheiten wie Hepatitis C bedeutet eine Heilung der Patienten auch eine Reduzierung der Virusträger, die neue Patienten infizieren können“, schrieben die Analysten laut CNBC. 2015 brachten Sovaldi und Harvoni Gilead 19,1 Milliarden US-Dollar ein – ein Spitzenwert. Seitdem fallen die Umsätze, für dieses Jahr werden maximal 4 Milliarden Dollar erwartet.

Goldmann Sachs hat drei Lösungsvorschläge für die Industrie formuliert. Die Unternehmen sollen sich große Märkte suchen, also Krankheiten, die sich weiter ausbreiten. Der Hämophilie-Markt etwa habe ein weltweites Volumen von 9 bis 10 Milliarden Dollar jährlich und wachse jedes Jahr um 6 Prozent.

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