Korruptionsvorwürfe

Fall Novartis: Tsipras will Untersuchungsausschuss

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Athen -

Das griechische Parlament soll sich mit den Korruptionsvorwürfen gegen mehrere Politiker in Zusammenhang mit einer mutmaßlichen Begünstigung des Schweizer Pharmakonzerns Novartis befassen. Dies kündigte Regierungschef Alexis Tsipras an.

„Der Untersuchungsausschuss ist der einzige institutionelle Weg, den Fall Novartis zu klären“, sagte Tsipras im Fernsehen. Zudem werde Athen Entschädigungen von Novartis verlangen. Es geht um den Verdacht von Schmiergeldzahlungen.

Novartis Griechenland erklärte, das Unternehmen kooperiere mit der griechischen Justiz. Alle in der Presse erschienenen Berichte seien unvollständig, erklärte das Unternehmen in Athen weiter.

Am Hauptsitz der Firma in Basel hieß es, Novartis habe bereits eine interne Untersuchung durchgeführt. „Wir sind entschlossen, ein umfassendes Verständnis der Situation zu erlangen und gegebenenfalls die Verantwortung für alle Aktivitäten zu übernehmen, die unsere hohen Standards für ethisches Geschäftsverhalten nicht erfüllt haben“, teilte das Unternehmen auf Anfrage mit.

„Novartis hat bislang keine Einsicht in diese Akte erhalten und ist weder vom Staatsanwalt noch vom Parlament in Griechenland über die Ermittlungen informiert worden. Die Behörden haben bisher weder gegen Novartis noch gegen einen unserer aktuellen Mitarbeitenden formelle Anschuldigungen – geschweige denn eine Anklage – erhoben“, hieß es weiter.

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