Österreich 

Apotheker beklagen Deutschland-Exporte APOTHEKE ADHOC, 27.02.2018 14:04 Uhr

Berlin - Österreichische Apotheker beklagen eine künstliche Verknappung bei hochpreisigen Medikamenten. Exporte von teuren Arzneimitteln sollen dazu führen, dass sie in Österreich tagelang nicht verfügbar sind. Aus rechtlicher Sicht ist das zulässig. Als Lösung, die die Häufigkeit von solchen Lieferengpässen zumindest verringern soll, wird die Einführung einer gesetzlichen Meldepflicht für Medikamente diskutiert.

„Und was soll ich jetzt machen?“ Diese Frage, sagt Apotheker Wolfgang Rizy, bekomme er regelmäßig zu hören. Der Pharmazeut, der die Dreifaltigkeits-Apotheke im oberösterreichischen Grieskirchen betreibt, hat keine Lust mehr, seinen Kunden immer wieder erklären zu müssen, dass ihr Medikament nicht sofort lieferbar ist.

Betroffen sind nach Informationen der Regionalzeitung Oberösterreichische Nachrichten etwa 1 bis 2 Prozent der Kunden, die rezeptpflichtige Medikamente brauchen, vor allem Diabetiker, Epileptiker und krebskranke Menschen. So musste eine Frau aus dem Bezirk Grieskirchen drei Tage ihre Krebstherapie unterbrechen, weil ihre Kombination aus Tafinlar und Mekinist, die pro Monat rund 10.000 Euro kostet, nicht verfügbar war. Sie habe, berichtet OÖN, zahlreiche Apotheken erfolglos abgeklappert. Erst nach drei Tagen traf das benötigte Medikament ein.

Auch Jörg Mayrhofer von der Schutzengel-Apotheke in Linz sowie ein Apotheker aus Wels, der ungenannt bleiben wollte, kennen das Problem. Ulrike Mursch-Edlmayr, Präsidentin der Österreichischen Apothekerkammer, bestätigte die Lieferschwierigkeiten, betonte aber, dass die Engpässe nicht lebensbedrohend seien. „Mit viel Aufwand lässt sich immer noch etwas organisieren“, sagte sie.

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