Österreich

Grippe-Impfung: Vierfach-Impfstoff nicht lieferbar APOTHEKE ADHOC, 17.01.2018 17:11 Uhr

Berlin - Auch in Österreich rollt die Grippewelle an. 8.400 Erkrankungen wurden allein in Wien in der vergangenen Woche registriert. Aus Niederösterreich meldet man 3.413 Erkrankte. Experten rechnen mit einem weiteren Anstieg. Mehr als 70 Prozent der jetzt grassierenden Viren sind Influenza B-Viren der Linie „Yamagata“. Der Vierfach-Impfstoff, der dagegen wirkt, ist in Österreich jedoch nicht mehr lieferbar und nur noch vereinzelt in Apotheken erhältlich.

„Es ist selten, dass ein Influenza-B-Virus eine Grippesaison schon zu Beginn dominiert“, sagte die Virologin Monika Redlberger-Fritz vom Zentrum für Virologie der MedUni Wien gegenüber kurier.at. 70 Prozent der Virusnachweise im Labor sind ihren Angaben nach derzeit Influenza-B-Viren der „Yamagata-Linie. Die Experten konnten mittlerweile in Schleimhautproben aus ganz Österreich Influenzaviren nachweisen. Vom derzeit dominanten Influenza B-Virus sollen vor allem Kinder betroffen sein.

Doch die Vierfachimpfstoffe, die dagegen schützen, sind in Österreich offenbar nicht mehr lieferbar. Nach der Übersichtsliste des österreichischen Bundesamtes für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) zu Vertriebseinschränkungen betrifft dies zum einen das Präparat Fluarix Tetra von GlaxoSmithKline (GSK). Hierfür wurde gemeldet, das Kontingent sei ausgeschöpft. Für den zweiten betroffenen Grippeimpfstoff, Vaxigrip Tetra von Sanofi Pasteur Europe, wurde dem BASG bereits Anfang November 2017 mitgeteilt, die Ware für die Influenzasaison 2017/2018 sei abverkauft.

„Möglicherweise sind noch Bestände an Vierfach-Impfstoffen in Apotheken verfügbar“, sagte Stefan Deibl von der pharmazeutischen Abteilung der Österreichischen Apothekerkammer der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Da müssten sich die Impfwilligen „leider durchfragen“. Ist der Impfstoff ausverkauft, können Apotheken auch nichts mehr nachbestellen. Dabei wurde erst vor einer Woche der offizielle Beginn der Grippewelle in Österreich ausgeruf

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Markt

Apothekenkooperationen

Doppelspitze für Farma-Plus»

Apothekenkosmetik

Caudalíe bei Flaconi»

Versandapotheken

So viel erwirtschaften DocMorris & Co.»
Politik

„Der Gesundheitsminister macht, was er will“

Pharmaziestudent schreibt an Kramp-Karrenbauer»

Staatsdienst

Polizei sucht Ärzte»

Kassenchef Christopher Hermann

AOK: Mr. Rabattvertrag hört auf»
Internationales

Kein mildes Urteil

Mann bricht dreimal in dieselbe Apotheke ein»

Österreich

Revolte gegen Verbandspräsident Rehak»

Digitalisierung

Österreich: eRezept bis 2022 im ganzen Land»
Pharmazie

Therapieresistente Depression

FDA: Zulassungsempfehlung für nasales Esketamin»

Parallelimporte

Weitere Arzneimittel auf „Sperrliste“»

Schilddrüsenpräparate

L-Thyrox: Hexal bringt Kalenderpackung»
Panorama

Großhändler

Bombenfund: Alliance Nürnberg kann nicht mehr liefern»

Versandhandel

Homöopathie-Regal bei Ebay»

Urlauber willkommen

Schlafen in der Apothekerwohnung»
Apothekenpraxis

LABOR-Download

Kundenflyer: Angaben zur Blutzuckermessung»

ApoRetrO – der satirische Wochenrückblick

Sicherheits-Merkmal für Apotheken»

Warenwirtschaft

Securpharm in der Lochkarten-Apotheke»
PTA Live

DKMS-Projekt

PTA bietet Kosmetikkurse für Krebspatientinnen»

Rezeptur

Isotonisierung von Augentropfen: So wird gerechnet»

Völker-Schule Osnabrück

PTA-Erfolgsquote: 100 Prozent bestanden»
Erkältungs-Tipps

Was Oma schon wusste

Hausmittel gegen Ohrenschmerzen»

Aromatherapie

Ätherische Öle bei Erkältung»

Erkältung

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»