Anklage gegen Oberhänsli: Das sagt der Staatsanwalt

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Verzögert habe sich die Arbeit der Staatsanwaltschaft durch mehrfache langwierige Herbeiziehung von Akten und die notwendige Einarbeitung in die komplizierte Thematik. Es sind mehrere dicke Aktenordner entstanden. Außerdem gab es eine Unterbrechung von einem Jahr. „Jetzt sind wir erst fertig geworden“, so die Staatsanwaltschaft. Es gebe keinen anderen Grund für die jetzt erfolgte Anklageerhebung.

Das Verfahren gegen Oberhänsli werde aber vor dem Bezirksgericht zweigeteilt: In einem ersten Verfahren urteilen die Richter über das Vorliegen eines Rechtsverstoßes. Sollte das Gericht dies bejahen, würde in einem zweiten Verfahren über das Strafmaß entschieden. Über die im Raum stehende Höhe wollte die Staatsanwaltschaft nicht spekulieren. Dies werde im Rahmen der Anklage vor Gericht geschehen, so ein Sprecher. Die Staatsanwaltschaft rechen jedenfalls nicht mit einem raschen Prozessbeginn. Die Anklageschrift sei dem Bezirksgericht Frauenfeld erst letzten Donnerstag zugestellt worden. Jetzt müsse sich auch das Gericht zunächst in die komplizierte Thematik einarbeiten.

Die Anklage stützt sich laut Zur Rose auf eine Strafanzeige von Pharmasuisse und betrifft zwei verschiedene Sachverhalte: den Versand von rezeptfreien Medikamenten und Zahlungen an Ärzte zwischen 2010 und 2015. Der Verwaltungsrat weist die Anschuldigungen gegen seinen CEO entschieden zurück und hat angekündigt, Oberhänsli in der Abwehr der gegen ihn erhobenen Vorwürfe „uneingeschränkt zu unterstützen und seine Integrität zu schützen“.

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