Preise ziehen an, Nachfrage steigt

Schnelltests: Apotheken bereiten sich vor

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Berlin -

Nach rund einem Monat Pause starten ab der kommenden Woche die kostenlosen Bürgertestungen wieder. Apotheken stellen dabei erneut einen wichtigen Baustein dar und bereiten sich entsprechend vor. Doch die Nachfrage steigt enorm und auch die Preise ziehen wieder an. Viele Apotheker:innen berichten über Lieferprobleme. Außerdem nehmen aktuell die Erkältungen wieder zu – die Stimmung in den Apotheken ist entsprechend angespannt.

Nachdem die Bürgertestungen kostenpflichtig wurden, haben viele Apotheken ihr Testangebot eingeschränkt. Den Sommer über war es ruhig um Schnelltests. Vielerorts stapelten sich die Selbsttests für Zuhause sogar, weil die Nachfrage kaum vorhanden war. Doch mit den aktuell steigenden Inzidenzen rücken die Tests wieder in den Fokus. Spätestens seit Ankündigung der Wiedereinführung von kostenlosen Bürgertests starten die Apotheken wieder mit der Bevorratung, viele weiten ihre Testzeiten aus.

Tests vielerorts schwierig zu bekommen

Apotheker Christian Sickau, Inhaber der Johannes-Apotheke in Gröbenzell ist einer der wenigen im Umkreis, der noch Tests anbietet: „Wir testen noch, auch wenn die meisten anderen Zentren dicht gemacht haben.“ Doch bereits jetzt wird es teilweise schwierig an Nachschub zu kommen, denn viele Lieferketten sind schlichtweg abgerissen. Beim Großhändler Hageda seien beispielsweise die Tests von Roche schon vergriffen, bei Sanacorp konnte sich der Apotheker noch einige über den Verbund sichern. Bei Noweda sei die Lage aktuell noch stabil. „Die Situation könnte sich aber in den nächsten Tagen verschärfen“, meint Sickau. Aktuell komme er noch gut über die Runden.

Die Wiedereinführung hält Sickau für sehr sinnvoll. Die Kosten seien sicherlich für einige ein Hemmnis gewesen. Angesichts der hohen Zahlen solle jedoch keine Möglichkeit ausgelassen werden, ein wenig „Sicherheit“ anzubieten. „Wir erlebten täglich, dass es selbst bei niedrigerer Inzidenz auch weiterhin viele gute Gründe für einen Test zwischenrein gab – und hier sollten nun die nicht ausgeschlossen werden, für die die 10-15 Euro eben doch zu viel Geld sind“, findet der Apotheker.

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