Sars-CoV-2 im Gehirn nachgewiesen

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Berlin - Dass Sars-CoV-2 nicht nur die Lunge befällt, war Experten ziemlich schnell klar. Nun konnten Forscher das Virus auch im Gehirn von Patienten nachweisen, die an Covid-19 verstorben sind.

Das neuartige Coronavirus ist tückisch: Es befällt nicht nur die Lunge, sondern auch zahlreiche andere Organe, sowie die Blutgefäße. Forscher der Yale School of Medicine in New Haven machten nun eine weitere Entdeckung: Sie konnten Sars-CoV-2 im Gehirn von drei Patienten nachweisen, die an Covid-19 gestorben waren.

Wie gelangt Sars-CoV-2 ins Gehirn?

Bei den Untersuchungen zeigte sich, dass die Viren vor allem im Cortex vorhanden waren. Die sogenannten Basalganglien waren jedoch nicht befallen. Einer der Patienten verstarb vermutlich an einer Enzephalopathie: Bei ihm konnten die Viren zudem am Rand der Infarkte im Gehirn nachgewiesen werden. Er wies zwar Antikörper im Liquor auf, das Gehirn zeigte jedoch keine Hinweise auf eine Entzündung.

Die Foscher gehen davon aus, dass das Virus auch auf die Nervenzellen im Gehirn abzielt. Unklar ist bisher jedoch, wie die Viren in das Gehirn vordringen. Denkbar sei beispielsweise eine Ausbreitung über den Blutstrom oder die direkte Ausbreitung über die Nasenschleimhaut und die Riechzellen ins Gehirn.

Für ihre Untersuchungen nahmen sich die Wissenschaftler dreidimensionale Zellkulturen – sogenannte „Organoide“ – zur Hilfe, um bestimmte Hirnzellen besser untersuchen zu können. Dabei fanden sie heraus, dass Sars-CoV-2 die Nervenzellen des Gehirns infizieren kann ohne, dass diese absterben. Die Neuronen selbst blieben unversehrt, in deren Umgebung starben die Zellen jedoch ab.

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