Coronavirus in Deutschland

Krankenkassen schalten Hotlines Cynthia Möthrath, 28.01.2020 13:52 Uhr

Berlin - Nach Bekanntwerden der ersten Coronavirus-Infektion in Deutschland ist die Verunsicherung groß: In der heutigen Pressekonferenz wurde vom bayerische Gesundheitsministerium bereits eine Telefonhotline für die Bevölkerung angekündigt, die im Laufe des Tages eingerichtet werden soll. Nun werden auch die ersten Krankenkassen aktiv und schalten ihre eigenen Hotlines.

Um der Verunsicherung entgegenzuwirken schalten mehrere Krankenkassen Beratungshotlines: Bei der Barmer stehen die Medizinexperten rund um die Uhr zur Verfügung: Sie geben unter anderem Informationen zum Schutz und der Erkennung von Verdachtsfällen. Am 31. Januar wird durch die DAK ebenfalls eine Beratungshotline geschaltet: Erreichbar sein wird diese Hotline zwischen 8 und 20 Uhr, Ärzte und Hygienefachwirte stehen dann telefonisch kostenlos zur Verfügung. Den Dienst in Anspruch nehmen können nicht nur die Kunden der jeweiligen Krankenkasse – sondern Teilnehmer aller Krankenkassen.

Seit gestern Abend ist der erste Fall in Deutschland bekannt: Bei dem Infizierten handelt es sich um einen 33-jährigen Mann aus dem Landkreis Landsberg in Bayern. Derzeit befindet er sich isoliert in einem Krankenhaus. Infiziert hatte sich der Mann bei einem beruflichen Meeting des Automobilzulieferers Webasto im Landkreis Starnberg, bei dem in kleineren Gruppen zusammengearbeitet wurde. Am 21. Januar hatte das Meeting stattgefunden, an dem auch eine Mitarbeiterin aus China teilgenommen hatte. Sie selbst stammt aus Shanghai, hatte aber vor ihrer Einreise nach Deutschland Besuch von ihren Eltern aus der Region Wuhan.

Bei ihrer Einreise zeigte die Frau keinerlei Symptome, erst auf Ihrem Rückflug am 23. Januar hatte sie sich grippig gefühlt. Ein anschließender Test viel entsprechend positiv aus. Der Mann aus Landsberg hatte sich am Wochenende ebenfalls krank gefühlt, jedoch sei es ihm am Montag wieder besser gegangen, sodass er auf der Arbeit erschienen sei. Nach der Information über die Erkrankung der Chinesin begab er sich jedoch in ärztliche Behandlung. Die Überwachung des Mannes sei sinnvoll, da man hierzulande recht wenig Erfahrung mit dem Coronavirus habe, erklärte Dr. Andreas Zapf, Leiter des Bayerischen Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL). Wie der behandelnde Arzt jedoch mitteilte, sei der Patient außer Lebensgefahr und die Symptome weitestgehend abgeklungen – wie lange er noch isoliert bleibt, ist noch unklar. Die Inbetriebnahme einer besonderen Isolierstation sei derzeit jedoch nicht geplant.

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