Impfen noch 2020

Beschleunigtes Zulassungsverfahren für Corona-Impfstoffe Alexandra Negt, 16.07.2020 14:40 Uhr

Berlin - Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat ein beschleunigtes Zulassungsverfahren für zwei potentielle Covid-19 Impfstoffe genehmigt. Es handelt sich um zwei der neuartigen RNA-Impfstoffe von BioNTech und Pfizer.

Für Pfizer und das Mainzer Unternehmen BioNTech gab es diese Woche von der FDA grünes Licht für zwei potentielle Impfstoffe gegen Covid-19. Die FDA hat beiden Kandidaten den „Fast-Track-Status“ erteilt. Das teilten beide Unternehmen am Montag mit. Laut den Unternehmen handele sich um die fortgeschrittensten Varianten eines möglichen RNA-Impfstoffes. Aktuell tragen die Substanzen die Namen „BNT162b1“ und „BNTb2“. Insgesamt prüfen die Unternehmen vier Impfstoffkandiaten. In den USA und in Deutschland laufen Studien der Phase-I und Phase-II. Zulassungen von Arzneimitteln und auch von Impfstoffen sind normalerweise ein mehrjähriger Prozess – durch das beschleunigte Verfahren könnten Impfstoffe in kürzerer Zeit erhältlich sein.

Bislang positive Ergebnisse

Anfang Juli konnten BioNTech und Pfizer positive Zwischenergebnisse ihrer klinischen Studien vorlegen. Bei ersten Injektionen am Menschen entwickelten die Probanden wirksame Antikörper gegen den Erreger Sars-CoV-2. Unklar sei vorerst noch, ob diese Antikörper tatsächlich vor einer Infektion mit Sars-CoV-2 schützen. Ob diese tatsächlich zu einer Immunität führen, soll in weiteren Tests an bis zu 30.000 Probanden untersucht werden. Erste Ergebnisse zu diesen Tests in Deutschland erwarte BioNTech noch im Juli. Die bereits erfolgten Tests wurden in den USA durchgeführt und umfassten 45 gesunde Probanden im Alter von 18 bis 55 Jahren. 24 davon bekamen je zwei Injektionen des Wirkstoffs – einige in etwas höherer Dosis. Hinzu kam eine neunköpfige Kontrollgruppe, die zwei Dosen Placebo bekam. Sofern zwei Dosen verabreicht wurden, geschah dies im Abstand von drei Wochen.

Sieben Tage nach der zweiten Impfung konnte bei allen 24 Probanden, die zwei Injektionen erhielten, Antikörper nachgewiesen werden. Verglichen mit Personen, die eine Sars-CoV-2-Infektion durchliefen, wiesen die geimpften Probanden eine deutlich stärkere Antikörperbildung auf. Die Menge der neutralisierenden Antikörper war abhängig von der verabreichten Dosis. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten laut Angaben von BioNTech und Pfizer zufolge nicht auf, bei den Kandidaten mit zwei Impfungen seien nur „milde bis moderate lokale und systemische Reaktionen“ aufgetreten. Die häufigste lokale Reaktion sei Schmerz an der Einstichstelle gewesen.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Weiteres
Coronavirus

Kooperation mit Novavax

Takeda: Covid-Impfstoff für Japan»

Putin lässt eigene Tochter impfen

Russland lässt ersten Corona-Impfstoff zu»

Corona-Impfstoff

Curevac will in Brasilien testen»
Markt

Namensanpassung

Enzym Lefax wird Lefax Enzym»

Herstellbetriebe

Franzosen übernehmen Aposan»

Künftig mehr Pfleger und Therapeuten

Jahresbericht: Noventi in jeder zweiten Apotheke»
Politik

Beteiligung an Impfstoffhersteller

„Strategisches Interesse“: Altmaier rechtfertigt Curevac-Deal»

Botendienst-Vergürung

Schmidt: Honorar-Halbierung „nicht unmittelbar nachvollziehbar“»

Zu heiß für Medikamente

Temperaturkontrolle: Phagro warnt vor Versandhandel»
Internationales

Staat päppelt Gesundheitswirtschaft

Österreich: Investitionsprogramm auch für Apotheken»

Notbevorratung durch Unternehmen und Regierung

Brexit: UK bunkert Arzneimittel für den Ernstfall»

Kooperation

GlaxoSmithKline steigt bei Curevac ein»
Pharmazie

Rückruf

Minirin: Emra folgt Kohlpharma»

Erweiterung der Äquivalenzdosen

Dosis-Umrechnung für Antibiotika bei Kindern»

Rückruf

Loceryl: Axicorp, die Zweite»
Panorama

Automatische Formatierung

Wegen Excel: Forscher benennen Gene um»

Durchsuchung der Deutschlandzentrale

Polizeieinsatz: Anschlagsdrohung gegen Novartis»

Nachtdienstgedanken

Sonnenbrand als Souvenir»
Apothekenpraxis

Apotheke vs. BfArM

2024 Euro für einen Kontrollbesuch»

Zwangsmitgliedschaft

Wenn der Pharmazierat keinen Kammerbeitrag zahlt»

Anwalt kommentiert Hüffenhardt-Entscheidung

„Nicht alles, was DocMorris sich überlegt, ergibt Sinn“»
PTA Live

Apotheken gegen häusliche Gewalt

„Maske 19“: Codewort am HV soll bundesweit helfen»

Apothekenpflichtige Fertigarzneimittel

Blutegel in der Dokumentation»

Notfallkontrazeptiva bei GZSZ

Pille danach: „Hormonüberdosis für Schlampen“?»
Erkältungs-Tipps

OP-Maske, FFP und KN95

Wie schützt eine Mund-Nasen-Bedeckung vor Infekten?»

Immunsystem stärken, Hygiene beachten

Fünf Tipps zur Erkältungsvorbeugung»

Verbreitung von Krankheitserregern

Tipps zur Vermeidung von Schmier- und Tröpfcheninfektionen»
Magen-Darm & Co.

Haferschleim, Zwieback & Banane

Schonkost: Leicht verdaulich & gut verträglich»

Pflanzlich oder Probiotisch

Fresh-Up: Reizdarmsyndrom»

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Colitis ulcerosa: Wenn der Dickdarm erkrankt»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Aktivität

Laufen in der Schwangerschaft»

Ernährung, Sport und Vitamine

Schwanger zu werden, ist nicht nur Frauensache»

Bildergalerie

Schwangerschaftsmythen: Fakt oder Falsch?»
Medizinisches Cannabis

Wie setzt sich der Abgabepreis zusammen?

Cannabis-Rezept: Taxierung»

Interview mit Michael Becker

Cannabis-Prüftipps vom Pharmazierat»

Teil 2: Belieferung & Dokumentation

How to: Cannabisrezept»
HAUTsache gesund und schön

Ein besonderer Bereich des Gesichts 

Augenpflege: Sanft und feuchtigkeitsspendend»

Gefahren bei falscher Pflege

Wimpern und Augenbrauen: Schützende Sensibelchen»

Isotretinoin, MTX & Co.

Hautpflege bei bestimmter Medikation»