„Wir überreden keine Kunden zur Homöopathie“

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Homöopathie könne die Schulmedizin nicht ersetzen, so Kraus. „Natürlich weisen wir darauf hin.“ Die Therapieform sei eine „sinnvolle Ergänzung“. Man müsse aber ganz klar die Grenzen der Homöopathie erkennen. Die Apothekerin nimmt sich Zeit für die Beratung. Die Gespräche in einem separaten Raum dauerten zwischen 30 und 45 Minuten. Der ganzheitliche Ansatz der Homöopathie spiele auch in den Beratungen eine zentrale Rolle. Könne sie nicht mehr weiterhelfen, verweise sie an Heilpraktiker.

Noch bewirben die Apotheker den homöopathischen Schwerpunkt ihrer Betrieb nicht aktiv. „Dies ist aber für die Zukunft geplant“, sagt Kraus. In der Vergangenheit habe es einmal jährlich einen Vortrag zum Thema „Schüßler-Salze“ gegeben. „Diese und weitere Aktionen sind für die Zukunft geplant“, sagt Kraus. In der kommenden Woche sei die Alternativmedizin Thema im Stillcafé.

Dort betreut die Apothekerin gemeinsam mit einer Kinderkrankenschwester Stillende. „Gerade Mütter fragen oft nach Homöopathie.“ Sie seien Alternativen dankbar, sagt Kraus. „Homöopathie liegt bei uns im Trend.“ Der Anteil der Produkte sei gemessen am Gesamtumsatz zwar eher gering. Doch der Bereich wachse.

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