Rabattverträge für Engpass-Arzneimittel

Hersteller lassen Ersatzkassen sitzen

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Berlin -

Die Ersatzkassen haben wieder Zuschläge für Generika erteilt. Teilweise wurden Wirkstoffe exklusiv vergeben, teilweise konnten aber auch keine Partner gefunden werden.

Erneut hatten Barmer, TKK/hkk/HEK sowie DAK/KKH gemeinsam aufgeschrieben, wie zuvor gab es jeweils drei Lose, in denen bis zu drei Hersteller einen Zuschlag erhalten konnten. Die Verträge sollen am 1. Oktober starten und eine Laufzeit von zwei Jahren haben. Insgesamt wurden für 49 Wirkstoffe und Kombinationen sowie Darreichungsformen neue Rabattpartner gesucht. Am Ende gab es nur in 41 Fällen tatsächlich Zuschläge.

In acht Fällen konnte keine Vereinbarung geschlossen werden – obwohl derzeit teilweise noch Rabattverträge laufen. Und das hat in manchen Fällen mit der Marktverengung zu tun.

  • Aciclovir als Augensalbe: Aktuell gibt es einen Rabattvertrag mit 1A Pharma.
  • Bezafibrat: Rabattparnter ist derzeit Puren.
  • Brimonidin (EDP): Hier gibt es für die Einzeldosenbehältnisse derzeit keinen Vertrag.
  • Brivudin: Hier gibt es derzeit keinen Rabattvertrag, da der Wirkstoff ohnehin nur noch von drei Firmen angeboten wird (Aristo, Galen, Berlin-Chemie).
  • Methylprednisolon: Rabattpartner ist derzeit Hikma.
  • Nifedipin: Hier gibt es zwar einen Vertrag mit Denk Pharma, das Präparat ist jedoch bis ins kommende Jahr hinein als Defekt gemeldet; über Importe aus Georgien wird die Versorgung gesichert.
  • Prednison: Hier gibt es aktuell Verträge mit Galen.
  • Terazosin (zur Behandlung der BPH): Hier sind derzeit noch Aristo und TAD unter Vertrag.
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