Am 1. Juli wird das Generalalphabet in den Apotheken einmal auf den Kopf gestellt. Denn dann tritt bei den Ersatzkassen eine Vielzahl von Rabattverträgen in Kraft. Mit dabei sind einige Blockbuster.
Die Ersatzkassen hatten einmal mehr gemeinsam ausgeschrieben und konnten jetzt eine ganze Reihe von Zuschlägen erteilen. Von den 48 ausgeschriebenen Wirkstoffen konnten nur in fünf Fällen keine Rabattpartner gewonnen werden. Vor allem bei den großen Wirkstoffen wurden dagegen bis zu drei Verträge geschlossen. Mit dabei sind Dimethylfumarat (Originalpräparat: Fumaderm), Nilotinib (Tasigna), Rivaroxaban (Xarelto) sowie Ticagrelor (Brilique).
Für DAK/KKH, Barmer sowie TK/HEK/hkk wurden jeweils eigene Fachlose gebildet, die allerdings in der Regel von denselben Herstellern besetzt werden. Die Verträge starten zum 1. Juli und haben eine Laufzeit von 24 Monaten. Zwei Verlängerungen um jeweils sechs Monate sind möglich.
Für einige wichtige Blockbuster konnten erstmals Zuschläge vergeben werden:
Weitere Spezialpräparate sind Amifampridin (Original: Firdapse), Dasatinib (Sprycel), Imatinib (Glivec), Prucaloprid (Resolor), Tolvaptan (Samsca/Jinarc) und Vildagliptin (Galvus).
Unter den Rabattpartnern sind viele bekannte Hersteller, aber auch einige Newcomer. Teva/Ratiopharm hat bei 13 Wirkstoffen Zuschläge geholt, Puren war bei zwölf Wirkstoffen erfolgreich. Bei Hexal sind es zehn Zuschläge, bei Heumann/Heunet, bei Aliud/Stada sowie bei Zentiva jeweils sieben. Vivanta war bei sechs Wirkstoffen erfolgreich.