Die Barmer hat einen Zuschlag für Ticagrelor erteilt. Für den ursprünglich aus Brilique bekannten Thrombozytenaggregationshemmer gibt es einen Exklusivpartner. Allerdings scheint die Kasse noch nicht so recht zu wissen, mit wem sie es zu tun hat.
14 Gebote gingen laut Barmer ein, am Ende erhielt Basics den Zuschlag. Die Kasse stuft ihren neuen Lieferanten als „mittleres Unternehmen“ ein, Staatsangehörigkeit des Eigentümers sei Deutschland.
Tatsächlich gehört der Generikahersteller mit Sitz in Leverkusen zum indischen Großkonzern Sun Pharmaceutical. Mit einem Umsatz von umgerechnet mehr als 5 Milliarden Euro handelt es sich um einen der weltweit führenden Produzenten. Ursprünglich wurde Basics von Bayer gegründet; 2002 ging die Sparte an den indischen Konzern Ranbaxy, der seinerseits von Daiichi Sankyo an den ebenfalls indischen Branchenprimus Sun Pharma verkauft wurde.
Spannend: Mit einem Umsatz von rund 140 Millionen Euro (Herstellerabgabepreise, ApU) ist Basics laut Insight Health die Nummer 17 im deutschen Generikamarkt. Tatsächlich weist das Unternehmen aber nur einen Umsatz von etwas mehr als 40 Millionen Euro aus. Der Rest könnte also für Rabatte an die Krankenkassen draufgegangen sein. Trotzdem weist das Unternehmen einen Überschuss von zwei Millionen Euro aus.
Zuletzt hatte Basics trotz der Konzernzugehörigkeit mit Kapazitätsengpässen und Lieferkettenproblemen und damit Engpässen bei verschiedenen Präparaten zu kämpfen.
Rabattpartner bei der AOK ist übrigens Puren; der Hersteller aus München hat mit Aurobindo ebenfalls einen indischen Mutterkonzern.
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