Dermapharm hat vom Zukauf von Mucos profitiert. Der Mittelständler mit Sitz in Gründwald konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr auf rund 591 Millionen Euro (plus 3 Prozent) steigern. Rückläufig verlief weiterhin das Geschäft der Tochterfirma Axicorp mit Reimporten.
Dermapharm übernahm zuletzt unter anderem Wobenzym von Mucos. Damit konnte der Umsatz im Segment „Markenarzneimittel“ um knapp 12 Prozent auf rund 322 Millionen Euro ausgebaut werden. Wachstumstreiber waren laut Unternehmensangaben neben den erstmalig konsolidierten Umsatzbeiträge der Mucos-Gruppe außerdem der ebenfalls übernommene Hersteller F. Trenka (Eucarbon) sowie das starke Wachstum des nationalen und internationalen Bestandsgeschäfts.
Weiter auf Sparkurs ist Dermapharm bei Axicorp. Im Segment „Parallelimportgeschäft“ werde die deckungsbeitragsorientierte Portfoliooptimierung konsequent fortgesetzt, heißt es. Der Hersteller will sich auf margenstarke Produkte fokussieren. Dies führe zu einem Umsatzrückgang um 14 Prozent auf rund 91,6 Millionen Euro. Gleichzeitig verbessert sich die Ertragslage um 2 Millionen Euro. Im Vorjahr sei das Ergebnis zusätzlich durch Restrukturierungsaufwendungen im Zusammenhang mit Stellenkürzungen belastet gewesen.
Der Umsatz im Segment „Andere Gesundheitsprodukte“ ging um 1 Prozent zurück. In diesem Bereich rechnet Dermapharm im zweiten Halbjahr mit einer weiterhin positiven Entwicklung bei Cernelle und Euromed sowie einem starken zweiten Halbjahr bei Arkopharma. Im Bereich Markenarzneimittel würden zusätzliche Impulse aus dem Antiallergikageschäft erwartet.
„Die Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2026 unterstreicht die hohe Ertragskraft und Resilienz unseres Unternehmens“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Hans-Georg Feldmeier. Mit Blick auf das zweite Halbjahr sei das Unternehmen gut positioniert und die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 bestätigt.
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