Dezember 2020: Geschäftsklima verschlechtert sich weiter

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Berlin - Die Stimmung in deutschen Apotheken hat sich im Dezember weiter eingetrübt. Der von aposcope erhobene Apotheken Geschäftsklima Index (AGI) sinkt auf -11,4 Punkte, nachdem der Wert im November noch bei -1,0 lag. Während der Index für die aktuelle Geschäftslage um 6,8 Punkte fällt, gibt der Index der Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate um 14,1 Punkte nach.

Unter dem Eindruck der zweiten Corona-Welle und des Teil-Lockdowns haben sich die Aussichten der befragten Apothekeninhaber*innen deutlich eingetrübt. 41 Prozent rechnen in den nächsten drei Monaten mit einer Verschlechterung der Geschäftsentwicklung in der Apotheke, während lediglich 7 Prozent eine Verbesserung erwarten. Der Saldo der Geschäftserwartungen ist mit -33,7 Punkten deutlich negativ und hat verglichen mit dem Vormonat um 14,1 Punkte nachgegeben.

Auch die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage hat im Dezember im Vergleich zum Vormonat abgenommen, um 6,8 auf 10,9 Punkte. Insgesamt ist der AGI, der sich aus der Einschätzung von Geschäftslage und Geschäftserwartungen berechnet, im Dezember erneut stark abgesackt und liegt nun bei -11,4 Punkten. Das ist der niedrigste Wert seit der erstmaligen Erhebung im Juni.

Als größtes Geschäftshemmnis betrachten die Teilnehmer*innen die Abwanderung von Kunden in den Versandhandel (85 Prozent). Mit deutlichem Abstand folgen Coronabedingte Ausgangsbeschränkungen und Kontaktsperren (64 Prozent) sowie schwache Nachfrage (57 Prozent). Zudem klagen aktuell rund die Hälfte der befragten Apotheken (49 Prozent) über zu große Lagerbestände. Angesichts der düsteren Aussichten erwarten rund ein Viertel (25 Prozent) der befragten Apothekeninhaber*innen, dass die Anzahl der Beschäftigten in den kommenden drei Monaten sinken wird.

Für den AGI befragt aposcope monatlich mindestens 100 Apothekeninhaber*innen zur aktuellen konjunkturellen Lage ihrer Apotheke(n) sowie zu ihren Geschäftserwartungen für die nächsten drei Monate. Der AGI berechnet sich aus dem durchschnittlichen Saldo für die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage sowie der zukünftigen Geschäftserwartungen. Für die aktuelle Studie wurden am 3. und 4. Dezember insgesamt 101 verifizierte Apothekeninhaber*innen befragt.

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