Bild: Protzbau des „Todes-Apothekers“

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Berlin -

„Wie viele Menschen hat dieser Mann auf dem Gewissen?“ Dies fragt die Bild-Zeitung in ihrem heutigen Aufmacher. „Der Todes-Apotheker“ steht in riesigen Buchstaben auf Seite 1. In dem Beitrag über Peter S. aus Bottrop geht es um seine mutmaßlich gepanschten Zyto-Rezepturen – und um sein zu Hause: „1000-Quadratmeter-Protz-Bau für sich und seinen Hund. Für sein Luxus-Leben ließ er Krebskranke sterben.“

Wer sich wie S. für ein „Artstyle Haus“ entscheidet, möchte nicht diskret und möglichst unerkannt wohnen. Er möchte auffallen. Eines der Highlights ist die Wasserrutsche. Wie im Erlebnispark können die Bewohner vom Badezimmer im ersten Stock via Rutsche ins Erdgeschoss sausen. Platsch – und schon sind sie im Pool! Kostenpunkt: 500.000 Euro.

Der Kamin ist nicht etwa fest in der Wandmauer verankert, sondern schwebt im XXL-Wohnzimmer. Wer so protzig wohnt, hat natürlich auch gern den Überblick darüber, wer möglicherweise gerade vor seinem Anwesen steht und staunt. Kein Problem, dafür hat der Anbieter ein Turmzimmer im Angebot. Hier kann man einen gemütliche Sessel installieren, der auf einem 40 qm großen, elektrisch verstellbaren Drehboden steht. S., so Bild, wohnte in diesem Haus ohne menschliche Gesellschaft, nur mit seinem Hund. Insgesamt soll die Villa zehn Millionen Euro gekostet haben.

Fast schon bescheiden mutet da der kleine Seerosenteich auf der riesigen Terrasse an. Allesamt Insignien des Reichtums für Menschen, die das auf diese Weise genießen mögen. Hier liegt der Fall aber anders, denn das Geld wurde mutmaßlich nicht auf ehrliche Weise verdient: Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Apotheker, in mehr als 50.000 Fällen Sterilrezepturen gepanscht zu haben.

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