Neues Design, erweitertes Portfolio

Bayer bringt neues Iberogast Cynthia Möthrath, 09.07.2020 08:51 Uhr

Berlin - Iberogast ist ein Klassiker in den Apotheken; anlässlich des 60-jährigen Jubiläums in diesem Jahr gibt es einige Veränderungen: Ein neuer Look soll das Produkt  zurück in die Offensive bringen, außerdem wird das Portfolio um Iberogast Advance erweitert.

Die letzten beiden Jahre waren nicht einfach für Ibergoast: Obwohl der Klassiker laut einer aktuellen aposcope-Studie nach wie vor das Vertrauen von Apothekenteams und Verbauchern genießt, hat die von Kritikern befeuerte Debatte um mögliche Leberschäden dem Produkt massiv geschadet. Um 20 Prozent brachen die Abverkäufe laut Insight Health zwischen 2017 und 2019 ein – von 120 auf 96 Millionen Euro (Apothekenverkaufspreise, AVP).

Doch pünktlich zum 60-jährigen Jubiläum richtet Bayer den Blick nach vorn: Unter anderem wird der Klassiker ab Oktober in einem etwas anderen Design in den Apotheken zu finden sein. „Die Verpackung der Marke spiegelt seit jeher ihre Zeit und ihr Jahrzehnt wider“, erklärt Tobias Boldt, Geschäftsbereichsleiter Consumer Health bei Bayer Vital. Das Jubiläum der Marke sei daher der perfekte Zeitpunkt, um die natürliche Zusammensetzung der Iberogast-Präparate auch in einem modernen Packungsdesign hervorzuheben. Iberogast gelte häufig als klassisches Magenmittel – auch aufgrund des bisher aufegdruckten Magens auf der Verpackung. Beim neuen Look soll nun hingegen die Zusammensetzung aus Pflanzenextrakten in den Fokus gerückt werden. „Iberogast ist ein bewährtes pflanzliches Arzneimittel für Magen und Darm gleichermaßen“, betont Boldt.

Alternative für wiederkehrende und anhaltende Beschwerden

Außerdem wird es eine Erweiterung des Portfolios geben: Iberogast Advance wird ab Oktober in den Packungsgrößen 50 ml und 100 ml in den Apotheken erhältlich sein. „Wir haben festgestellt, dass Iberogast Advance in der Behandlung funktioneller gastrointestinaler Erkrankungen ein differenziertes und ergänzendes Spektrum bietet“, erklärt Boldt. Bei der neuen Formulierung wird auf Angelikawurzel, Mariendistelfrüchte und Schöllkraut verzichtet – dafür sei der Anteil an entzündungshemmenden, schleimhautschützenden und desensibilisierenden Heilpflanzen erhöht worden, erklärt Dr. Julika Vogelreuter, Medizinische Leiterin des Bereichs Gastroenterologie bei Bayer. Um diese Effekte zu verstärken, wurde die Dosierung bei vier der sechs Heilpflanzenextrakte in Iberogast Advance gegenüber der bisherigen 9er-Kombination um jeweils 50 bis 100 Prozent erhöht. Das Präparat kann ab einem Alter von zwölf Jahren in der gewohnten Iberogast-Dosierung mit dreimal 20 Tropfen eingenommen werden.

  • 1
  • 2

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr aus Ressort

Weiteres
Coronavirus

Risikogruppen schützen

Hausärzte empfehlen keine Tests in Apotheken»

Dank und Mahnung nach Corona-Infektion

Spahn meldet sich aus der Quarantäne zu Wort»

Entwicklungsstaatssekretär Martin Jäger

Nach Treffen mit Spahn: Staatssekretär positiv auf Corona getestet»
Markt

Aklepios Biopharmaceutical

Milliarden-Übernahme: Bayer kauft Spezialisten für Zelltherapie»

Pflege und Schutz vor Infektionen

Gepan: Mannose-Gel für den Intimbereich»

Aromatherapie aus dem Allgäu

Echt Dufte: Naturkissen aus Handarbeit»
Politik

Wahl des Vorsitzenden

Corona: CDU verschiebt Parteitag zum 2. Mal»

Freie Apothekerschaft

TSE: 626 Fußballfelder voll Kassenbons – zusätzlich»

Apothekenstärkungsgesetz

VOASG: Temperaturkontrolle für Holland-Versender»
Internationales

Wegen drohender Opioid-Strafen

Walmart verklagt US-Regierung»

Opioid-Epidemie in den USA

Oxycontin: Purdue schließt Milliarden-Vergleich»

Pharmakonzerne

Takeda baut in Österreich»
Pharmazie

Schutzeffekt in Phase-III

Grippeimpfstoff: Tabakpflanze statt Hühnerei»

AMK-Meldung

Neurax: 160 Packungen Tadalafil verloren»

Nicht nur ACE-2

Neuropilin: Zweiter Eintritts-Rezeptor für Sars-CoV-2»
Panorama

Zwei Münchner Tatverdächtige

Ermittler heben Netzwerk für illegalen Arzneimittelhandel aus»

Brandsätze gegen Fassade geworfen

Anschlag auf RKI – Staatsschutz ermittelt»

Kunstautomat an der Apotheke

Mini-Gemälde statt Zigarette»
Apothekenpraxis

Arztpraxen unwissend, Apotheke muss haften

DJ-Rezepte: „Die Leidtragenden sind wieder wir“»

Wer eRezepte nicht akzeptiert, fliegt raus

Teleclinic setzt Apotheken auf schwarze Liste»

Online-Sprechstunden

Medgate kooperiert mit Apotheken.de»
PTA Live

Lokalanästhetika mit Klümpchenbildung

Rezepturtipp: Polidocanol»

Schutzmaßnahmen und Zukunftssorgen

Apothekenteams fürchten langen Corona-Winter»

Mikronährstoff-Stiefkinder

Wofür ist eigentlich Mangan?»
Erkältungs-Tipps

Erkältung, Allergie, Medikamente

Schnupfen ist nicht gleich Schnupfen»

Wenn die Temperatur steigt

Hausmittel bei Fieber: Wann und wie?»

Erkältung in Corona-Zeiten

No Go: Husten als Stigma»
Magen-Darm & Co.

Fremdkörpergefühl im Hals

Globussyndrom: Auch an den Magen denken»

Trendprodukt Selbsttests

Was können Darmflora-Analysen & Co.?»

Vitamin-B12-Mangel

Fehlender Intrinsic Factor»
Kinderwunsch, Schwangerschaft & Stillzeit

Supplemente in der Schwangerschaft

Folsäure & Jod: Nur die Hälfte ist versorgt»

Geschlechtsbestimmung

Mädchen oder Junge? Der Genetik auf der Spur»

Kaiserschnitt ist kein Muss

HIV und Schwangerschaft»
Medizinisches Cannabis

Sonder-PZN, Lieferengpässe & Co.

Retaxgefahr Cannabis»

Blüte, Extrakt, Kapsel

Cannabis: Schritt für Schritt zur Rezeptur»

Wie setzt sich der Abgabepreis zusammen?

Cannabis-Rezept: Taxierung»
HAUTsache gesund und schön

Verwöhnprogramm für die Haut

Pflege hoch zwei: Gesichtsmaske und Peeling»

Viel hilft nicht immer viel

Überpflegung der Haut»

Aufbau, Alterung und Pflege

Unterschiede von Frauen- und Männerhaut»