Iberogast wirkt antientzündlich

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Berlin - Bayer kann mit neuen In-vitro-Daten die Wirksamkeit von Iberogast Advance auf die Darmschleimhaut untermauern. Es zeigen sich antiinflammatorische und protektive Effekte.

Pünktlich zum 60-jährigen Jubiläum rückte Bayer Iberogast durch ein neues Design und eine Portfolio-Erweiterung in den Fokus. Nicht nur die neue Aufmachung sollte die Kund:innen vom Klassiker bei Magenbeschwerden überzeugen, auch die Aufspaltung in zwei unterschiedliche Produkte mit unterschiedlichen Indikations-Schwerpunkten sollte dem Kunden ein zusätzliches Präparat zur Behandlung von gastrointestinalen Beschwerden bereitgestellt werden. Pflanzlich sind beide Mittel, doch durch die unterschiedliche Kombination von Heilkräutern ergeben sich verschiedene Vorteile.

„Wir haben festgestellt, dass Iberogast Advance in der Behandlung funktioneller gastrointestinaler Erkrankungen ein differenziertes und ergänzendes Spektrum bietet“, erklärt Tobias Boldt, Geschäftsbereichsleiter Consumer Health bei Bayer Vital. Bei der neuen Formulierung wird auf Angelikawurzel, Mariendistelfrüchte und Schöllkraut verzichtet – dafür sei der Anteil an entzündungshemmenden, schleimhautschützenden und desensibilisierenden Heilpflanzen erhöht worden, erklärt Dr. Julika Vogelreuter, Medizinische Leiterin des Bereichs Gastroenterologie bei Bayer. Und für Iberogast Advance liegen nun neue Ergebnisse aus In-vitro-Untersuchungen vor.

Iberogast Advance zeigte in der Studie an einem Darm-Organoid-Modell multiple antientzündliche Effekte. Zusätzlich konnte auch eine Stabilisierung der Darmbarriere gezeigt werden. Nach Ansicht der Autoren liefern die Studienergebnisse eine Erklärung für die belegte klinische Wirksamkeit des pflanzlichen Arzneimittels innerhalb der Behandlung von Reizdarm-assoziierten Beschwerden. Iberogast Advance greife gleichzeitig an unterschiedlichen relevanten Punkten an und könne so häufig rezidivierende oder länger anhaltende funktionelle Magen-Darm-Beschwerden gezielt und effektiv lindern. Zwar sind die genauen Ursachen für das Reizdarm-Syndrom nicht abschließend geklärt, als gesichert gilt jedoch die Annahme, dass die Permeabilität der Darmmucosa verändert wird.

Ziel der Studie war es herauszufinden, ob und in welchem Ausmaß Iberogast Advance die Entzündungsreaktion sowie die Verbindung zwischen den Darm-Epithelzellen beeinflusst. An einem Darm-Organid-Modell wurde hierfür durch einen Zytokin-Cocktail und bakteriellen Proteinen eine Entzündungsreaktion an den sogenannten Tight Junctions induziert. Um eine eventuelle Wirksamkeit zu zeigen, wurde das Modell mit Iberogast Advance in unterschiedlichen Konzentrationen behandelt. Im Ergebnis zeigte sich, dass das Phytopharmakon die Expression proinfalmmatorischer Mediatoren wie pNF-KB, p STAT1 und iNOS reduzierte. Es wurde auch eine zytokinvermittelte Schwächung der Tight Junctions beschrieben. Als Tight Junctions werden Zellkontakte bezeichnet, durch die Epithelzellen eng aneinander geheftet sind. Diese Verbindungen kann man sich als Netzwerk aus schmalen Strängen vorstellen.

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