Post-Apotheke in Rastatt schließt

Apotheke raus, Handy-Shop rein Silvia Meixner, 07.12.2018 14:58 Uhr

Berlin - Manchmal kann die Schließung einer Apotheke auch eine Erleichterung sein. Wie im Fall der Post-Apotheke in Rastatt in Baden-Württemberg. Apotheker Stephan Hartmann und seine Ehefrau Sylvia Weimer-Hartmann schließen nach rund zweieinhalb Jahren ihre Filiale. Der neue Mieter: Ein Handy-Shop.

Stephan Hartmann nimmt es mit einem Lächeln: „Handy-Shops laufen immer“, sagt er. Apotheken leider nicht so gut. Dabei fing alles erfolgversprechend an. „Die Post-Apotheke existiert seit 1974, wir haben sie rund zweieinhalb Jahre als Filiale neben der Rossi-Apotheke betrieben“, erzählt er. Nebenan gab es nämlich große Pläne, die leider durch verschiedene Umstände ausgebremst wurden. Und die Apotheke gleich mit dazu.

„Nachdem nebenan eine große Brauerei zugemacht hatte, sollten Wohnungen und Geschäfte gebaut werden. Ende 2017 sollte alles fertig sein. Deshalb haben wir die Apotheke gekauft“, so Hartmann. Jetzt ist Ende 2018, und das Hatz-Areal, benannt nach der Brauerei, ist immer noch nicht fertiggestellt.

„Zuerst gab es Baustellen und unsere Kunden fanden keine Parkplätze mehr.“ Das mag man bei einem Großprojekt ja noch einplanen. „Bei den Bauarbeiten ging erst eine Firma pleite. Danach wurde ein Keller aus dem Mittelalter gefunden“, erzählt der Apotheker. Eigentlich eine schöne Sache, aber nicht, wenn man als Bauunternehmen im Zeitplan bleiben möchte. „Die Keller lagen unter der alten Brauerei. Archäologen kamen, um die Funde zu begutachten.“ Sie wurden archiviert. Da es sich nicht um sensationelle Funde handelte, konnten die Bauarbeiten schließlich weitergehen.

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