Retax-Ranking: KKH – DAK – AOK

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Berlin - Retaxationen trüben regelmäßig das Verhältnis zwischen Krankenkassen und Apothekern. Neben dem wirtschaftlichen Schaden bleibt bei letzeren oft auch das Gefühl zurück, ungerecht behandelt zu werden – etwa wenn Kassen auf Grund kleinster formaler Mängel die Zahlung verweigern. Aber offenbar gibt es Unterschiede, wer wie hartnäckig retaxiert.

Den schlechtesten Ruf haben laut einer Umfrage von APOTHEKE ADHOC die KKH und die DAK-Gesundheit: Jeweils fast ein Viertel (23 Prozent) der Teilnehmer gaben an, dass diese Kassen „am schlimmsten“ bei Retaxationen seien. Bei der Umfrage mussten sich die Teilnehmer für die aus ihrer Sicht schlimmste Kasse entscheiden; Mehrfachantworten waren nicht möglich.

Bei der DAK gab es in der Vergangenheit mehrere Fälle von finanziell besonders schmerzhaften Absetzungen bei T-Rezepten. Die Kasse kontrolliert mit Verweis auf die besonders strengen Auflagen sehr genau und retaxiert unnachgiebig. In mehreren Fällen konnte die Kasse ihre Ansprüche gegenüber Apothekern vor den Sozialgerichten durchsetzen.

Die KKH hatte ihre Rezepte jahrelang von der Leipziger Firma Interforum prüfen lassen, die unter Apothekern keinen besonders guten Ruf hat. Im Juli vergangenen Jahres hat die Kasse den Anbieter gewechselt und lässt die Rezepte jetzt von der Gesellschaft für Statistik im Gesundheitswesen (GfS) kontrollieren.

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