Ersatzkassen

Neue Teststreifenverträge Eva Bahn, 02.01.2018 14:25 Uhr

Berlin - Pünktlich zum Jahreswechsel sind die neuen Blutzuckerteststreifenverträge zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Ersatzkassenverband VDEK gestartet. Für die Barmer gilt die separate Vereinbarung weiter.

Bereits Anfang 2017 veränderte sich so einiges auf dem Markt: Die Ersatzkassen schlossen Verträge mit Herstellern und zahlten seitdem Apotheken, die die Rabattprodukte abgaben, 50 Cent pro Packung zuzüglich Umsatzsteuer. Eine Wechselprämie wurde ausgelobt, wenn die Apotheken ihre Kunden mit den teuren Teststreifen der Preisgruppe A auf ein günstigeres rabattiertes Präparat der Preisgruppe B umstellten.

Einen weiteren Anreiz sollte eine Abgabequote bringen: Bei der Abgabe von Teststreifen mussten Apotheken 55 Prozent aus der preisgünstigen Gruppe B auswählen; erfüllten sie die Vorgabe nicht, mussten sie mit einem Malus von 2,95 Euro rechnen. Dabei durften auch namentliche Verordnungen ausgetauscht werden. Nur das Aut-idem-Kreuz sicherte die namentliche Verordnung und die Kostenübernahme der Krankenkasse bei Produkten der Preisgruppe A.

Da dieses Vorgehen offenbar für deutliche Einsparungen im Teststreifensektor der Krankenkassen gesorgt hat, wird das Modell nun aufgefrischt. Es obliegt nun wieder einmal den Apotheken, ihre Kundschaft behutsam auf die Neuerungen vorzubereiten und umzustellen, wenn sie kein Malus hinnehmen möchten. Zusätzlich wurde jetzt eine dritte Gruppe PG1 eingeführt, die noch einmal 2 Euro preiswerter ist. Die bisherigen Gruppen heißen jetzt entsprechend PG2 und P

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema