Lieferverträge

Teststreifen-Quote: vdek fordert 55 Prozent APOTHEKE ADHOC, 31.03.2016 14:49 Uhr

Berlin - Ab April gilt ein neuer Arzneimittelversorgungsvertrag zwischen dem Deutschen Apothekerverband (DAV) und dem Ersatzkassenverband vdek. Apotheker werden unter anderem dazu verpflichtet, öfter günstige Blutzuckerteststreifen abzugeben und Original- und Importarzneimittel immer auszutauschen – auch bei gesetztem Aut-idem-Kreuz und Arzneimitteln der Substitutionsausschlussliste.

Die meisten Änderungen an dem bestehenden Vertrag sind redaktionelle Anpassungen. Relevant ist die neue Abgabequote für Blutzuckerteststreifen. Bislang sind Apotheken verpflichtet, 45 Prozent der verordneten Packungen mit Teststreifen zu beliefern, die in dem Vertrag explizit aufgelistet sind. Von April bis September erhöht sich diese Quote auf 50 und danach auf 55 Prozent.

Die Preise und die weiteren Regelungen bleiben bestehen: Wird die Quote innerhalb von sechs Monaten nicht erreicht, stellt die Kasse die Preisdifferenz von 2,95 Euro je Packung in Rechnung – erstmals Ende September dieses Jahres. Neu ist auch eine Vorgabe zu Hilfsmittelverordnungen: Sind auf Rezepten Arznei- und Hilfsmittel verordnet, können künftig nur noch die Arzneimittel abgerechnet werden.

Mit Blick auf die Substitutionsausschlussliste wurde klargestellt, dass reine Wirkstoffverordnungen ohne Nennung des konkreten Handelsnamens „als unklare Verordnungen einzustufen“ sind. „In diesem Fall bedarf es einer vorherigen Abklärung hinsichtlich des tatsächlich abzugebenden Fertigarzneimittels mit dem Verordner“, heißt es im Liefervertrag.
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