Blutzuckermesstreifen

Rabattvertrag: 50 Cent für Apotheker Nadine Tröbitscher, 28.11.2016 07:59 Uhr

Berlin - Quoten, Preisgruppen, Formalien und Rabattverträge – Apotheken müssen bei der Abgabe von Blutzuckermessstreifen viele Dinge beachten. Kassen wie AOKen, IKKen, BKKen und Knappschaft haben für ihre Versicherten schon seit längerem Rabattverträge abgeschlossen. Künftig werden die Ersatzkassen nachziehen und halten für die Apotheken einen Bonus bereit. Geben Apotheken an DAK- und TK-Versicherte die rabattierten Produkte ab, erhalten sie pro 50er-Packung einen Bonus von 50 Cent.

Für die Erstattung von Blutzuckerteststreifen gelten Vertragspreise, die sich zwischen den einzelnen Krankenkassen unterscheiden. Vereinbart wurden die Preise vom Deutschen Apothekerverband (DAV) und den Krankenkassen. Die bundesweite Kostenerstattung erfolgt nach Anlage 4 des Arzneimittelversorgungsvertrages (AVV), zwischen dem Ersatzkassenverband (vdek), ausgenommen der Barmer, und dem DAV. Die Anlage 4 ist für Versicherte der TK, DAK, KKH, HEK und hkk gültig und soll künftig durch Rabattverträge mit den einzelnen Herstellern erweitert werden.

Federführend für die Ausschreibung nach dem Open-House-Modell ist die TK. Die Rabattverträge sollen ab Januar gültig sein. Einem Open-House-Vertrag kann jedes interessierte Unternehmen beitreten. Durch die Zulassung erhält kein Anbieter einen wirtschaftlichen Vorteil oder eine exklusive Stellung im Wettbewerb. Es handelt sich lediglich um eine Zulassung von Leistungserbringern.

Tim Steimle, Fachbereichsleiter der TK, will die von der erlangten Wirtschaftlichkeit einen Teil an die Apotheken abgeben – 50 Cent zuzüglich Umsatzsteuer sollen sie pro abgegebener rabattierter Packung à 50 Stück erhalten. Geltend machen können Apotheken den Bonus über eine Sonder-PZN. Pro Patient könnten so etwa 25 Euro für die Apotheke zusammen kommen.
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