Hilfe, ein Cannabis-Rezept!

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Berlin -

Cannabisblüten können seit vergangenem Jahr zulasten der Kasse verordnet werden. Im Apothekenalltag stellt sich unter anderem die Frage, worauf bei der Belieferung des Rezeptes zu achten ist. Hier einige Tipps zum Umgang mit Rezepten über Cannabisblüten.

Cannabis fällt unter das Betäubungsmittel-Gesetz (BtMG) und wird daher auf einem gelben Rezept verordnet. Wie bei allen BtM-Rezepten muss auch hier auf die Gültigkeit geachtet werden. Denn derartige Verordnungen müssen innerhalb von acht Tagen in der Apotheke vorgelegt werden. Dabei zählt das Ausstellungsdatum als erster Tag. Sonn- und Feiertage werden mitgezählt.

Bei Erstverordnungen muss der Arzt einen Genehmigungsantrag bei der Krankenkasse stellen. Nach SGB V muss die Kasse innerhalb von drei bis maximal fünf Wochen, bei Palliativpatienten innerhalb von drei Tagen darüber entscheiden. Apothekenmitarbeiter haben zwar keine Prüfpflicht, ob eine Genehmigung vorliegt. Allerdings ist eine Nachfrage bei der Krankenversicherung empfehlenswert, wenn beispielsweise der Patient kein Schreiben der Kasse vorlegt, die die Kostenübernahme bestätigt.

Die Angabe „Cannabisblüten“ oder „Cannabis flos“ als Arzneimittelbezeichnung für Cannabisblüten ist nicht ausreichend. Wenn der Arzt Cannabisblüten verordnet, muss er sich für eine bestimmte Sorte entscheiden. Das hängt mit den unterschiedlichen Gehalten der Leitsubstanzen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD) zusammen. Beispiele sind Bedrocan 22/1 sowie Pedanios 20/1. Dabei gibt die erste Zahl den THC-Gehalt und die zweite Zahl den CBD-Gehalt in Prozent an. Zudem müssen Ärzte eine Gebrauchsanweisung auf dem Rezept vermerken.

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